11.12.2006 | 13:00

EU-Projekt ILUP für nachhaltigen Hochwasserschutz

Abschlusskonferenz in Waidhofen an der Ybbs

Intensive Landwirtschaft, Siedlung, Verkehr und viele andere menschliche Aktivitäten haben den Weg des Wassers vom Auftreffen des Niederschlages bis zum Gerinne stark beeinflusst. Im Rahmen des transnationalen EU-Projekts ILUP (Integrated Land Use Planning and River Basin Management) wurden in mehreren ausgewählten Flussräumen modellhaft neue methodische Ansätze getestet, Strategien entwickelt und Pilotprojekte umgesetzt. Bei der am Freitag, 7. Dezember, endenden internationalen Abschlusskonferenz des Projektes mit rund 100 TeilnehmerInnen in Waidhofen an der Ybbs wurden nun die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Bei ILUP arbeiten seit dem Jahr 2003 neun österreichische und vier transnationale Partner aus Bayern, Ungarn, Tschechien und Griechenland an der Umsetzung des mit mehr als 7 Millionen Euro dotierten Projektes: Die Überschwemmungen und Schäden der letzten Jahre haben gezeigt, dass nachhaltiger Hochwasserschutz nur durch eine Kombination von Flächenmanagement im Einzugsgebiet, die Bereitstellung von zusätzlichem Raum für Hochwasserprävention und technischen Lösungen zu erreichen ist.

Grundgedanke von ILUP ist eine Vernetzung der Naturraumbewertung von der Strategieentwicklung bis zur Maßnahmenumsetzung, die sowohl fach- als auch länderübergreifend angelegt ist. Am Beispiel von mehreren Testgebieten in Bayern, Tschechien, Ungarn und Österreich wurde für das Hügelland und die Vorberge eine Strategie im Umgang mit den für diese Landschaftstypen spezifischen Naturgefahren entwickelt. Das Ergebnis ist ein auf die EU-Politiken abgestimmtes integriertes Flussraum-Management.

Nähere Informationen bei der „umweltberatung" Niederösterreich unter 02742/71829-117, Mag. Doris Würthner, e-mail doris.wuerthner@umweltberatung.at, bzw. bei Projektkoordinator Dipl.Ing. Anton Schabl unter e-mail Anton.Schabl@schabl.at.


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