08.08.2006 | 12:48

Hochwassersituation in NÖ entspannt sich

Plank: Pegel gehen zurück

„Die Situation beginnt sich allgemein zu entspannen“, so Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, der sich heute vor Ort im Ybbstal, an der Donau und der Traisen ein Bild von der aktuellen Hochwassersituation in Niederösterreich machte.

Knapp 180 Millimeter Niederschlag in den letzten 24 Stunden waren in Annaberg und Frankenfels gemessen worden. Trotz der enormen Speicherkapazität des Bodens kam es zu einem raschen Anstieg der Bäche und Flüsse. Im Laufe des gestrigen Tages stiegen die Pegel der Ybbs, Erlauf und Pielach, in der Folge auch die der Traisen und der Lainsitz auf ein über 5-jährliches Hochwasser. An manchen der Zubringer dieser Flüsse wurde auch ein über 30-jährliches Hochwasser verzeichnet. Die Wassermassen aus den Zubringern südlich der Donau führten entlang der Donau ebenfalls zu einem starken Anstieg und machten am Abend des gestrigen Tages das Errichten des mobilen Hochwasserschutzes in Krems notwendig.

Zu diesem Zeitpunkt waren vor allem im Mostviertel und im Waldviertel die Feuerwehren bereits im Dauereinsatz. Im Bezirk St. Pölten-Land wurde gestern knapp vor 22 Uhr Katastrophenalarm ausgelöst.

„Die Hochwasserwarnungen und die notwendigen Alarmierungen erfolgten rechtzeitig, somit waren auch die Möglichkeiten gegeben, die notwendigen Maßnahmen zu treffen“, betont Plank. So wurde etwa neben zahlreichen Objektsicherungen Scheibbs durch einen mobilen Hochwasserschutz abgesichert. Nach der derzeitigen Einschätzung handelt es sich an der Donau um ein 5- bis 10-jährliches Hochwasser, die vor allem im Mostviertel stark Wasser führenden Donauzubringer lagen fallweise bei einem 30-jährlichen Hochwasser. „Die zuletzt stark betroffenen Flüsse March und Thaya waren diesmal nicht berührt.“ Besonders dankte Plank allen Freiwilligen, die „mit höchst professionellem Einsatz wieder einmal bei der Sicherung bzw. Bewältigung des Hochwassers unermüdlich im Einsatz standen“.

Derzeit können noch keine verlässlichen Angaben über die durch das Hochwasser entstandenen Schäden gemacht werden. Plank: „Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass örtlich beträchtliche Schäden an der Infrastruktur und hier vor allem im Bereich des Wegenetzes und der Verkehrsverbindungen entstanden sind.“

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.


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