18.10.2006 | 09:33

Nahversorgungsfreundlichste Gemeinden in NÖ ausgezeichnet

Gabmann: Ohne Gemeinden funktioniert Nahversorgung nicht

Als Sieger des Wettbewerbs „Lebens.Wert“ prämierte die Sparte Handel der Wirtschaftskammer NÖ gestern, 17. Oktober, im Landhaus in St. Pölten die nahversorgungsfreundlichsten Gemeinden in Niederösterreich.

Viele Klein- und Mittelbetriebe, oftmals auch Familienunternehmen, sichern die Nahversorgung in ihrer Gemeinde. Viele Gemeinden wiederum arbeiten eng mit „ihrem“ Nahversorger zusammen und schaffen so entsprechende Rahmenbedingungen für das „Lebenszentrum“ in ihrer Kommune. Deshalb möchte man jetzt jene Gemeinden vor den Vorhang bitten, die sich aktiv für ihre Nahversorger einsetzen. Dazu zählen z. B. Gemeinschaftsaktivitäten, finanzielle Zuwendungen oder die Disziplin bei Bauwidmungen. Insgesamt haben sich mehr als 60 Gemeinden beworben. Die Sieger der beiden Kategorien erhalten jeweils 5.000 Euro, die beiden Sonderpreise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann, der die Preisüberreichung vornahm, betonte dabei, ohne die Gemeinden funktioniere die Nahversorgung nicht, deshalb bitte er jene Kommunen vor den Vorhang, die sich darum bemühen. Viele Nahversorger hätten durch massive Schwierigkeiten ihre Standorte aufgegeben. Das Land habe aber gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ Maßnahmen gesetzt, um über die NAFES-Förderaktion die Nahversorgung in den Stadt- und Ortskernen sicherzustellen. Auch das neue, vom Land Niederösterreich initiierte Raumordnungsgesetz würde dem Verschwinden der Nahversorger gegensteuern. Die Betriebe der Nahversorger würden der jeweiligen Gemeinde ein eigenständiges Profil geben, meinte Gabmann.

In der Kategorie I (unter 1.500 EinwohnerInnen) siegte Nappersdorf-Kammersdorf (Bezirk Hollabrunn) vor Raasdorf (Bezirk Gänserndorf) und Kreuzstetten (Bezirk Mistelbach). Die Kategorie II (mehr als 1.500 EinwohnerInnen) gewann die Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs vor Allhartsberg (Bezirk Amstetten) und Retz (Bezirk Hollabrunn). Den Sonderpreis für die beste Einbindung der Bevölkerung nahm die Kommune Würflach (Bezirk Neunkirchen) entgegen, den Sonderpreis „Originellste Idee“ die Stadt Zwettl für „Farbenspiele“, mit denen die Innenstadt jedes halbe Jahr in eine andere Farbe getaucht wird.

Weitere Informationen: Wirtschaftskammer NÖ/Sparte Handel, Mag. Karl Ungersbäck, Telefon 02742/851-18300.


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