22.09.2006 | 11:42

Mikl-Leitner zur NÖ Sprachenoffensive

Bereits 13.000 SchülerInnen haben daran teilgenommen

Mit dem Thema „NÖ Sprachenoffensive - neue Zahlen, Daten, Fakten“ befassten sich heute Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner und der Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, Mag. Alberich Klinger, in einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Die europäische Erweiterung bringe gerade den NiederösterreicherInnen immense Chancen, sagte Mikl-Leitner. Dafür seien aber auch Kenntnisse der Sprache unserer Nachbarländer Ungarn, Slowakei und Tschechien wichtig. Deshalb habe das Land Niederösterreich im September 2003 eine Sprachenoffensive gestartet. Dabei gehe es aber nicht darum, dass unsere Jugendlichen die Nachbarsprache perfekt lernen, wichtig sei es vielmehr, Basiskenntnisse in Ungarisch, Tschechisch und/oder Slowakisch zu vermitteln. Die Nachbarn seien den NiederösterreicherInnen in der Sprachkompetenz haushoch überlegen, meinte Mikl-Leitner. Hier sei also ein Nachholbedarf zu beseitigen; deswegen wolle man die NÖ Sprachenoffensive noch weiter ausbauen.

Die Bilanz der NÖ Sprachenoffensive, so Mikl-Leitner weiter, würde für sich sprechen. Seither hätten 13.000 SchülerInnen an dieser NÖ Sprachenoffensive teilgenommen, und zwar nicht nur in Volks- und Hauptschulen sowie in weiterführenden Schulen, sondern auch in den Kindergärten, vor allem entlang der Grenze im Weinviertel und im Waldviertel. Dort würden derzeit 3.500 Kinder z. B. Tschechisch und Slowakisch auf spielerische Art lernen, erläuterte Mikl-Leitner. Die Kinder und Jugendlichen sollten die Chance haben, die gewählte Sprache vom Kindergarten über Volks- und Hauptschule bis zu weiterführenden Schulen durchgehend und nachhaltig zu erlernen.

Dass man mit der NÖ Sprachenoffensive auf dem richtigen Weg sei, beweise auch eine Umfrage der NÖ Landesakademie, erklärte Mikl-Leitner: 80 Prozent der NiederösterreicherInnen stünden dieser Sprachenoffensive positiv gegenüber, 82,2 Prozent fänden es sehr gut, dass diese Offensive bereits in den Kindergärten beginne.

Das NÖ Sprachkompetenzzentrum in Deutsch-Wagram, so Mikl-Leitner, solle ebenfalls weiter ausgebaut werden und sich für die Jugend und die Wirtschaft zu einer „Drehscheibe“ für Dienstleistungen in den Sprachen Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch entwickeln. Dieses Kompetenzzentrum koordiniert die NÖ Sprachenoffensive, unterstützt Schulen bei grenzüberschreitenden Schulkooperationen sowie Firmen bei der Suche nach maßgeschneiderten Sprachkursen, auch vermittelt es Dolmetsch-Dienstleistungen und bildet FremdsprachenlehrerInnen weiter aus.


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