08.11.2006 | 11:49

Neue Studie über Chancengleichheit in der Pflege

Bohuslav: Image des Pflegeberufes verbessern

Die regionale Koordinationsstelle des NÖ Beschäftigungspaktes zur Umsetzung von Gender Mainstreaming hat sich im Rahmen einer Studie dem Thema „Chancengleichheit im Pflegebereich“ gewidmet. Ausgangspunkt war die erhöhte Nachfrage nach qualifiziertem Personal angesichts des zunehmenden Pflegebedarfs.

„Die Beschäftigten in der Pflege sind zu rund 90 Prozent Frauen“, betonte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav heute bei der Präsentation der aktuellen Studie in St. Pölten. Ziel für die Zukunft müsse es sein, den Pflegebereich auch für Männer interessanter zu machen. Die Erhöhung des Männeranteiles dürfe aber nicht zu einer Benachteiligung der in diesem Bereich beschäftigten Frauen führen.

Für Bohuslav hat Niederösterreich durch die Aufnahme von Gender Mainstreaming als Leitziel der neuen Besoldungsreform sowie durch die Installierung der Koordinationsstelle „Gendernow“ eine wichtige Vorreiterrolle in Europa übernommen. Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie biete auch der Landesdienst, der hier mit gutem Beispiel vorangehen möchte, flexible Arbeitszeitmodelle in den NÖ Pensionisten- und Pflegeheimen an. Außerdem solle das Image des Pflegeberufes durch eine bessere Ausbildung und Besoldung gesteigert werden.

„Im Rahmen von ‚Job konkret Pflege’ wird arbeitslosen NiederösterreicherInnen die Möglichkeit geboten, eine Ausbildung zum diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Altenpfleger oder zum Pflegehelfer zu machen“, betonte Karl Fakler vom Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich. Voraussetzung seitens der Arbeitssuchenden für die Aufnahme in diese Stiftung sei neben der Bereitschaft zu einer Ausbildung und Tätigkeit in diesem Beruf auch eine von der Schulungseinrichtung festgestellte Eignung.

Seit 2003 haben im Zuge von „Job konkret Pflege“ 934 Arbeitsuchende die Ausbildung im Gesundheits- und Krankenpflegebereich begonnen sowie 314 Personen die Ausbildung zum Pflegehelfer abgeschlossen.

Nähere Informationen: Gendernow, Sybille Reidl, Nicole Schaffer, Birgit Woitech, Telefon 01/581 75 20 – 2830, www.gendernow.at.


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