27.10.2006 | 11:28

NÖ senkt Klassenschülerhöchstzahl im Pflichtschulbereich

LH Pröll: Wollen mit gutem Beispiel vorangehen

Niederösterreich senkt die Klassenschülerhöchstzahl: Mit dem Schuljahr 2007/2008 soll es im Pflichtschulbereich in jeder ersten Klasse nur mehr maximal 25 Schüler pro Klasse geben.

Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist dieser Schritt – nach der Schaffung von Bildungsregionen im Vorjahr - eine weitere wichtige Maßnahme der Neuorganisation des Bildungswesens in Niederösterreich. „Kleinere Klassen ermöglichen einen effizienteren Unterricht, davon profitieren Schüler und Lehrer wie auch Eltern“, ist Pröll überzeugt. Außerdem könnten damit zusätzliche 140 bis 145 Lehrerdienstposten geschaffen und Schulstandorte durch zusätzliche Klassen abgesichert werden. Die Kosten für diese Maßnahmen bezifferte Pröll mit 6 Millionen Euro.

Konkret davon betroffen sind im Schuljahr 2007/2008 laut Landeshauptmann Pröll 176 erste Klassen im Pflichtschulbereich, und zwar 96 Volksschulklassen, 68 Hauptschulklassen und 12 Klassen in Polytechnischen Schulen. In weiterer Folge soll die Senkung der Schülerzahlen auch bei den weiteren Klassen im Pflichtschulbereich greifen.

„Niederösterreich macht hier generell den Anfang“, so der Landeshauptmann, der auch hofft, dass man auf Bundesebene diesem Beispiel folgen wird. Niemand könne zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch abschätzen, wann es auf Bundesebene so weit ist. Deshalb gehe Niederösterreich auch hier einen eigenständigen Weg.

Die Zeit dränge auf jeden Fall, so Pröll weiter. Im Frühjahr müssten alle organisatorischen Entscheidungen getroffen sein, um die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl mit Beginn des neuen Schuljahres tatsächlich auch umsetzen zu können.

VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, der auch Gespräche mit den anderen Langtagsparteien ankündigte, skizzierte den parlamentarischen Fahrplan für diese Maßnahme. Der Entwurf sei vorhanden, am 16. November werde man einen Initiativantrag einbringen. Dazu werde ein kurzes Begutachtungsverfahren durchgeführt (Einbindung der Gemeindevertreter etc.). Schneeberger hofft, dass in der Landtagssitzung am 25. Jänner 2007 dieser „epochale Beschluss“ gefasst werden kann. Bis März 2007 soll dann die Kundmachung erfolgen. Damit sei dann auch gewährleistet, dass alle logistischen, inhaltlichen und personellen Maßnahmen bis zu Beginn des neuen Schuljahres umgesetzt werden können.


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