20.12.2006 | 11:11

Landesklinikum Mödling forscht zur Brustkrebs-Bekämpfung

Aktuellste Methoden und neueste Medikamente im Einsatz

In Niederösterreich erkranken jährlich mehr als 930 Frauen an Brustkrebs. Viele der Patientinnen lassen sich in Wiener Spitälern behandeln. Im Landesklinikum Thermenregion Mödling ist man nun verstärkt bemüht, den Niederösterreicherinnen zu signalisieren, dass auch hierzulande ein hoher Standard geboten wird bzw. Therapien nach aktuellsten Methoden und mit neuesten Medikamenten durchgeführt werden.

Die MedizinerInnen der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Thermenregion Mödling beteiligen sich auch an wissenschaftlichen Studien und sind so ständig über die aktuellsten medizinischen Erkenntnisse zum Thema Brustkrebs informiert. Drei der hier arbeitenden ÄrztInnen sind auch für das dortige Zentrum der „Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group“ (ABCSG) – der größten heimischen Krebsforschungsgesellschaft – verantwortlich.

Das Team der Abteilung hat bereits an acht Studien der ABCSG mitgearbeitet und dabei 46 Patientinnen eingebunden. Zuletzt forschte man gemeinsam mit anderen Zentren nach Möglichkeiten, das Osteoporoserisiko bei Frauen zu senken, das durch die ansonsten erfolgreiche Krebsbehandlung erhöht wird. Im Zuge der Arbeiten gelang es, Medikamente zu finden, die einen massiven Verlust an Knochendichte verhindern und so die Gefahr von Knochenbrüchen deutlich herabsetzen.

Die „one stop diagnosis“ sorgt für rasche Aufklärung, ob sich im Fall des Falles der Verdacht auf Krebs bestätigt oder nicht. Bei der ersten Untersuchung wird eine ultraschallgezielte Stanzbiopsie mit Gefrierschnitt durchgeführt, wodurch die meisten Patientinnen schon beim ersten Kontakt mit dem Spital eine histologische Diagnose bekommen, die ihnen unter Umständen unnötige Ängste erspart.

Auch die so genannte „Sentinel node Biopsie“ bedeutet eine Erleichterung für die Patientinnen. Es handelt sich dabei um ein „minimal invasives Verfahren“ zur Entfernung des „Wächterlymphknotens“, das vergleichsweise wenig belastend für die Patientinnen ist, weil dabei nicht alle Lymphknoten der Achselhöhle entfernt werden. Weiters wird in Mödling die postoperative Therapie inklusive Chemotherapie durchgeführt. Bei Bedarf wird auch eine plastische Chirurgin für bestimmte Fragestellungen herangezogen, eine enge Kooperation gibt es überdies mit einer Psychotherapeutin und einer Selbsthilfegruppe.

Nähere Informationen: Landesklinikum Thermenregion Mödling, Heidemarie Lamprecht, Telefon 0664/832 36 87, e-mail presse@moedling.lknoe.at.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung