14.12.2006 | 11:29

Laxenburg wird Standort der Interpol-Anti-Korruptions-Akademie

BM Prokop, LH Pröll und Interpol-Generalsekretär Noble unterzeichneten heute gemeinsame Erklärung

Niederösterreich wird der Standort für ein weiteres internationales Vorzeigeprojekt: Bundesministerin Liese Prokop, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble unterzeichneten heute in Wien eine gemeinsame Erklärung zur Errichtung der Interpol-Anti-Korruptions-Akademie in Laxenburg.

Für Landeshauptmann Pröll stellt Niederösterreich damit einmal mehr unter Beweis, dass das Land als Standort international reüssieren und im internationalen Kontext Standortvorteile anbieten kann. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen – im Endausbau sollen in Laxenburg rund 100 Arbeitsplätze geschaffen und bis zu 700 Sicherheitsexperten aus allen Kontinenten ausgebildet werden – etabliere sich der Süden Niederösterreichs mit dem Einsatzkommando Cobra in Wiener Neustadt und der Sicherheitsakademie in Traiskirchen immer mehr zum Sicherheitszentrum Österreichs schlechthin. Darüber hinaus werde in Wiener Neustadt ab 2007 ein Fachhochschul-Studiengang „Polizeiliche Führung“ angeboten.

Konkret soll die Interpol-Anti-Korruptions-Akademie im ehemaligen Palais Kaunitz-Wittgenstein untergebracht werden, das heute dem Orden der Kreuzschwestern gehört. Die NÖ Landesimmobiliengesellschaft, die alle landeseigenen Einrichtungen in einem Geschäftsbereich zusammenfasst, wird das Gebäude übernehmen und gemeinsam mit der Interpol die Planung durchführen. Der Umbau und die Adaptierungsarbeiten sollen dann ehebaldigst in Angriff genommen werden. Die komplette Fertigstellung soll bis Ende 2008 bzw. Frühjahr 2009 abgeschlossen sein. In weiterer Folge wird das Objekt an das Bundesministerium für Inneres vermietet. Den finanziellen Beitrag des Landes bezifferte der Landeshauptmann mit 12 Millionen Euro.

Der Beschluss für die Schaffung einer Internationalen Anti-Korruptions-Akademie in Österreich fiel im September dieses Jahres bei der Interpol-Generalversammlung in Rio de Janeiro (Brasilien). Von Anfang an habe sich Landeshauptmann Pröll um diese Einrichtung bemüht, erinnerte Bundesministerin Prokop. Die Entscheidung für Laxenburg fiel schließlich am 14. November 2006.

Prokop betonte auch, dass Korruption nicht nur nationales, sondern vor allem auch ein transnationales Phänomen sei, das alle Gesellschaften und Volkswirtschaften betrifft. Umso wichtiger sei hier auch die internationale Zusammenarbeit.


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