11.10.2006 | 11:46

Hochwasserschutz für das Triestingtal

Plank: Verantwortung gemeinsam wahrnehmen

Im Triestingtal kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Überflutungen durch Hochwasser. „Menschen und Firmen der Region sollen nun durch gezielte und nachhaltige Maßnahmen noch besser geschützt werden“, betonten Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und IV-NÖ-Präsident Mag. Norbert Zimmermann gestern Abend bei einer Hochwasserinformationsveranstaltung in Berndorf, an der auch zahlreiche Bürgermeister aus der Region teilnahmen.

Für Landesrat Plank hat der Schutz der Menschen und ihres Eigentums vor Naturkatastrophen höchste Priorität: „Das Land Niederösterreich hat die Mittel für den Ausbau des Hochwasserschutzes maßgeblich erhöht. Zukünftig wird das Land jährlich über 17 Millionen Euro für den Hochwasserschutz aufwenden.“ Durch Verhandlungen mit dem Bund sei es gelungen, auch die Beiträge des Bundes für die nächsten zehn Jahre zu sichern, so Plank. Damit könnten in Niederösterreich zukünftig jedes Jahr rund 50 Millionen Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes investiert werden, was eine Verdoppelung des Investitionsvolumens bedeute.“

Zimmermann erklärte, wünschenswert und notwendig wäre etwa, dass die Gemeinden „oben und unten an Flussläufen“ beim Hochwasserschutz eng kooperieren, die Verantwortung gemeinsam wahrnehmen und entsprechende Mittel zusammenlegen. Damit würden die Kommunen im eigenen Interesse handeln, denn die Erhaltung der Beschäftigung in den hochwassergeschützten Industriebetrieben sichere auch ihre Einnahmen. Aufgrund der Hochwasserschäden für die heimische Wirtschaft und Industrie habe sich die Industriellenvereinigung dem Thema Hochwasserschutz angenommen.

Im Auftrag des Landes wurde im Triestingtal eine Variantenuntersuchung für den zukünftigen Hochwasserschutz durchgeführt. Als beste Variante wurde eine Kombination von mehreren Hochwasserrückhaltebecken im Raum Pottenstein mit Hochwasserschutzdämmen entlang der Triesting ermittelt. Durch die Rückhaltemaßnahmen kann bei einem 100-jährlichen Hochwasser der Wasserspiegel um bis zu 50 Zentimeter gesenkt werden. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Offen sind derzeit die Verhandlungen über die dafür nötigen Flächen. Landesrat Plank appelliert an alle Beteiligten, sich bei den laufenden Verhandlungen um eine gemeinsame Lösung zu bemühen. Denn davon hänge die Realisierbarkeit maßgeblich ab. Als nächster Schritt sind nun der Wasserverband bzw. die Gemeinden aufgerufen, die Detailplanungen in Auftrag zu geben.

Weitere Informationen: Büro Landesrat Plank, Dr. Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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