01.06.2006 | 09:24

Weiteres Unikat im Archäologiepark Carnuntum

Bohuslav: Bieten Besuchern authentische Erlebnisräume

Carnuntum ist um eine weitere Attraktion reicher: Im Freilichtmuseum Petronell wurde am Originalstandort ein römisches Bürgerhaus bis ins kleinste Detail in der Bau- und Handwerkstechnik der alten Römer wieder errichtet. Alle Einrichtungen des Hauses (u. a. eine Fußbodenheizung) sind voll funktionsfähig, damit soll auch ein authentisches Bild vom Leben in der Blütezeit Carnuntums vermittelt werden. An der offiziellen Eröffnung des „Hauses des Lucius“ gestern Abend nahm auch Landesrätin Dr. Petra Bohuslav teil.

Für Bohuslav, die auch fünf Jahre lang Geschäftsführerin des Archäologieparks war, soll dieses Unikat in Carnuntum nicht das Einzige bleiben. Bis 2011 werden in die „größte archäologische Landschaft Österreichs“ 26 Millionen Euro investiert, mit Impulsen auf allen Ebenen und für die gesamte Region. Das Spektrum umfasst ein neues Besucherzentrum, Investitionen in die Infrastruktur (Parkplätze etc.) und eine funktionsfähige Therme ebenso wie Rekonstruktionen, die Neugestaltung des Museumsgartens und den Ausbau des Amphitheaters in Bad Deutsch-Altenburg. Auch ein Depot in der alten Tabakfabrik in Hainburg ist geplant. Hier können die Besucher – im Vorjahr kamen 80.000 in den Archäologiepark - den Archäologen bei ihrer Arbeit auf die Finger schauen.

Bei allen Vermarktungsaktivitäten ist den Verantwortlichen vor allem auch die Authentizität ein ganz besonderes Anliegen. Zum einen soll der Archäologiepark Geschichte für Kinder und Familien erlebbar machen (auch mit Inszenierungen), zum anderen soll diese Stätte, die in ihrer Blütezeit 50.000 Einwohner zählte, für Wissenschafter ein Anziehungspunkt sein. Welche Größe und Bedeutung Carnuntum in römischer Zeit hatte, zeigt auch die Tatsache, dass trotz über hundertjähriger Grabungstätigkeit bis heute lediglich 0,5 Prozent der Stadt freigelegt wurden.

Aus Anlass des 2000-jährigen Gründungsjubiläums von Carnuntum ist derzeit im Museum Carnuntinum auch die Ausstellung „Legionsadler und Druidenstab“ zu sehen. Sie zeigt die Entwicklung Carnuntums vom keltischen Ort über die militärisch wichtige Bastion am Ufer der Donau bis hin zu einer prosperierenden zivilen Handelsmetropole der Antike.

Weitere Informationen: www.carnuntum.co.at.


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