22.05.2006 | 15:12

Archäologische Grabungen in Großpriel

Auf der Suche nach Namare, dem römischen Melk

Das auf einer römischen Straßenkarte aufscheinende „Namare“ wurde bisher mit Melk gleichgesetzt; trotz diverser Abhandlungen ist es der Wissenschaft jedoch bislang nicht gelungen, dieses römische Melk auch zu finden. Nun scheint man der Sache eine Spur näher gekommen zu sein: „In Großpriel konnten bisher zahlreiche römische Funde gemacht werden. Die Vermutung liegt also nahe, dass Namare nicht in Melk, sondern in Großpriel zu finden ist“, erklärt Anton Harrer vom Heimatmuseum Melk.

Um Namare zu lokalisieren, untersucht Univ.Doz. Dr. Stefan Groh vom Archäologischen Institut Wien zurzeit Großpriel im Rahmen eines Forschungsprojektes und meint: „Das Ergebnis der Untersuchung kann derzeit nur schwer abgeschätzt werden. Es könnte sich sowohl um ein römisches Dorf als auch um eine römische Villa handeln.“

Im Laufe des heurigen Jahres werden die in Großpriel gesammelten Funde erfasst, aufgearbeitet und inventarisiert werden, bereits im Herbst sollen die ersten Forschungsergebnisse präsentiert werden.

Nähere Informationen beim Pressereferat der Stadtgemeinde Melk unter 0676/844 715 100, Sabine Mlcoch, e-mail presse@stadt-melk.at.


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