17.05.2006 | 13:21

Sonderfinanzierung für den Hochwasserschutz

Plank: NÖ bekommt vom Bund pro Jahr 23 bis 25 Mio. Euro

Ohne das Paket, das Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit den Bundesministern Dipl.Ing. Josef Pröll und Mag. Karl-Heinz Grasser im Frühjahr 2006 für die nächsten zehn Jahre schnürte, hätte Niederösterreich keine neuen Hochwasserschutzmaßnahmen mehr setzen können, sagte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute in einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten.

Die bisherigen Bundesmittel von 8 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft werden jetzt durch eine Sonderfinanzierung annähernd verdoppelt; für die Donau werden vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie weitere 6 bis 8 Millionen Euro erwartet. Somit erhält Niederösterreich vom Bund für den Hochwasserschutz in den nächsten zehn Jahren jährlich 23 bis 25 Millionen Euro. Auch das Budget des Landes Niederösterreich für den Wasserbau wurde ab 2007 aufgestockt. Ab diesem Zeitpunkt stehen für den Neubau und die Erhaltung von Schutzmaßnahmen rund 17,5 Millionen Euro an Landesmitteln zur Verfügung, bisher waren es etwa 7,9 Millionen Euro.

„Damit ist ein nachhaltiger Hochwasserschutz gesichert. Die Projekte können langfristig geplant, gebaut und finanziert werden“, meinte Plank. Das gelte auch für den niederösterreichischen Zentralraum. Dort würden heuer insgesamt mehr als 11,3 Millionen Euro investiert. Die Investitionen für 2007 werden laut Plank mehr als 13,5 Millionen Euro betragen.

Heuer werden Maßnahmen an der Donau in Rossatz-Rührsdorf, Mautern-Hundsheim und Klosterneuburg, an der Krems in Krems an der Donau, an der Traisen in Traismauer, Wilhelmsburg und Türnitz, an der Pielach in Prinzersdorf, an der Gölsen in St. Veit an der Gölsen und am Lengbach in Altlengbach begonnen. Dazu kommen noch Rückhaltebecken am Ederdingerbach in Herzogenburg, weiters in Sitzenberg-Reidling, am Wolfsbach und Totzenbach in Kirchstetten, am Haagbach in Neulengbach und im Böhmhofgraben in Altlengbach.

2007 sind Maßnahmen an der Donau in Rossatz-Arnsdorf, an der Krems in Krems an der Donau, am Unterlauf des Kamps, an der Traisen in Traisen und in Lilienfeld, an der Gölsen in St. Veit an der Gölsen und in Hainfeld, am Ramsaubach in Hainfeld, wo auch ein Rückhaltebecken eventuelle Hochwasser absichern wird, und an der Pielach in Hofstetten bzw. Mainburg geplant. Das hier auch kleine Bäche zum Zug kommen werden, ist für Plank kein Widerspruch: „Je kleiner das Einzugsgebiet ist, desto größer sind die Überraschungen.“

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Telefon 02742/9005-12701, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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