11.05.2006 | 16:35

140 Jahre Wasserwerksverein Leitha-Fischa

Plank: Ausbaupotential für Kleinwasserkraft in Niederösterreich

Für die Kleinwasserkraft in Niederösterreich gibt es nach Angaben von Landesrat Dipl. Ing. Josef Plank gemäß einer Analyse der niederösterreichischen Gewässer ein Erweiterungs- und Ausbaupotential. Wie Plank anlässlich der Festveranstaltung 140 Jahre Wasserwerksverein Leitha-Fischa heute in Wiener Neustadt erklärte, werden derzeit in Niederösterreich jährlich rund 400 Gigawattstunden aus Kleinwasserkraft gewonnen, womit rund vier Prozent des niederösterreichischen Strombedarfes gedeckt werden. Allein durch Verbesserungen an bestehenden Anlagen können zusätzlich rund 70 Gigawattstunden erzielt werden. Neue Kleinwasserkraftwerke an ökologisch verträglichen und ökonomisch sinnvollen Standorten ergeben ein Potential von weiteren rund 30 Gigawattstunden pro Jahr.

Für die Nutzung der Kleinwasserkraft in Niederösterreich heißt das, dass primär bestehende Standorte sowohl energiewirtschaftlich als auch ökologisch zu optimieren sind. Neubauten sind jeweils im Einzelfall zu beurteilen, wobei im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie Flussläufe als Ganzes zu betrachten sind. Für bestehende Kraftwerke ergeben sich aus der Wasserrahmenrichtlinie durchaus auch Anpassungsverpflichtungen.

Der von der EU bis 2015 geforderte gute ökologische Zustand macht es erforderlich, dass unpassierbare Querbauwerke durchgängig gemacht werden bzw. in Ausleitungsstrecken eine entsprechende Mindestwasserführung garantiert wird. „Niederösterreich bekennt sich selbstverständlich zu dem Ziel, einen guten ökologischen Zustand in unseren Gewässern herzustellen. Es wurde in den letzten Jahren bereits eine Reihe von ökologischen Maßnahmen gesetzt, so an den Flüssen Mank, Melk und Pielach. Erst kürzlich erfolgte der Startschuss für ökologische Maßnahmen beim Donaukraftwerk Melk und an der Ybbsmündung“, so Plank.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.


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