08.05.2006 | 09:39

Auch in Niederösterreich Impfung der Füchse gegen Tollwut

Insgesamt werden 97.600 Köder abgeworfen

Die Bekämpfung der Tollwut bei Füchsen in den südöstlichen, östlichen und nordöstlichen Bezirken Niederösterreichs wird heuer ab Dienstag, 9. Mai, begonnen und bis Ende Juli dauern. Einem Flugunternehmer aus dem Weinviertel werden dafür 97.600 Impfköder zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden den Piloten verschiedener Unternehmen für Teile von Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich sowie dem gesamten Burgenland 312.000 Köder bereitgestellt, um durch Abwürfe die Füchse gegen Tollwut oral zu immunisieren.

Die Tollwut ist eine gefährliche, durch Viren verursachte Erkrankung, welche die meisten Tierarten, aber auch Menschen befallen kann. Durch ein - in Zusammenarbeit zwischen der EU, dem Bund und dem Land Niederösterreich – ausgearbeitetes Impfprogramm konnte diese Seuche in Niederösterreich bereits 1994 ausgerottet werden. Da aber in den östlichen und nördlichen Nachbarstaaten fallweise immer noch Tollwutfälle auftreten, ist es notwendig, noch einige Jahre lang Impfungen durchzuführen, um Niederösterreich auch künftig frei von Tollwut zu halten.

Die Köder bestehen aus einer Kapsel mit Impfstoff und einer einhüllenden Masse aus braunem Fett. Die Piloten haben den Auftrag, diese Köder nicht direkt auf Häuser, Straßen und Plätze abzuwerfen. Es kann jedoch vorkommen, dass Köder auch auf bewohntes Gebiet fallen. Das ist grundsätzlich nicht gefährlich, da die Köder nur wenig wiegen und daher keine Beschädigungen verursachen. Sie sind auch nicht giftig, da sie die Füchse nicht töten, sondern gegen Tollwut impfen sollen. Die Gefahr für Menschen ist also gering. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass eine Kapsel platzt und der Inhalt mit der Haut, besonders mit Schleimhäuten, oder mit Wunden in Berührung kommt, wird empfohlen, einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

Weitere Informationen: Mag. Regina Trampler, Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-12789, e-mail regina.trampler@noel.gv.at.


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