04.04.2006 | 12:23

Rückgang der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich

Bohuslav: Gezielte Initiativen zeigen Wirkung

In Niederösterreich gab es Ende März um exakt 704 Arbeitslose weniger als im März des Vorjahres. Damit wurde der positive Trend am niederösterreichischen Arbeitmarkt aus dem Vormonat fortgesetzt. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen damit erstmals seit August 2003 rückläufig, und zwar um 1,5 Prozent. Bei den Jugendlichen bis 19 Jahren wurde sogar ein Rückgang um 8,2 Prozent verzeichnet, bei den 20- bis 24-Jährigen ein Rückgang um 6,3 Prozent. Dies sei in erster Linie auf die gezielten Initiativen des NÖ Beschäftigungspaktes zurückzuführen sowie auch auf das beschleunigte Wirtschaftswachstum, betont dazu Landesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Gleichzeitig sind auch die gemeldeten offenen Stellen in Niederösterreich um 6,3 Prozent gestiegen. Außerdem besitzt mehr als ein Viertel der vorgemerkten Arbeitslosen eine fixe Einstellzusage, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit ein Grund für die Entspannung am Arbeitsmarkt ist sicher auch der Anstieg der Zahl der Beschäftigten österreichweit um 1,2 Prozent und die vermehrte Schulungstätigkeit des AMS. Die Bildung, so Bohuslav, sei eine ganz wesentliche Facette für den erfolgreichen Berufseinstieg.

In Niederösterreich werden zudem arbeitsmarktbelebende Maßnahmen weiter forciert. Insgesamt wurden die Mittel des NÖ Beschäftigungspaktes um 20 Prozent von 127 auf 154 Millionen Euro aufgestockt. Damit werden Ausbildung, Lohnkostenzuschüsse, Förderprogramme und Projekte für spezielle Zielgruppen finanziert. Mehr als 75.000 Menschen, zur Hälfte Frauen, werden davon profitieren, zeigt sich Bohuslav optimistisch. Ein Schwerpunkt werde auch die Jugendbeschäftigung sein. Im Projekt „Start-up“ würden für Jugendliche unter 25 Jahren 450 geförderte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und 50 Prozent der Lohnkosten übernommen, so Bohuslav.

Mit „Job konkret: Lehre Plus“ haben Jugendliche die Chance, eine Lehrausbildung nachzuholen. Die Informationsinitiative für Jugendliche „14! was tun?“ mit Berufsschulen in den Regionen wird fortgesetzt; außerdem werden Bewerbungstraining mit Personalchefs angeboten. Auch fünf neue Beschäftigungsprojekte für Frauen werden vom Land unterstützt, um den Einstieg ins Berufsleben nach langer Arbeitslosigkeit zu erleichtern.


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