14.02.2006 | 13:48

„Tag der offenen Tür“ am 4. März in Niederösterreichs Spitälern

Pröll: Informations- und Motivationsarbeit in Sachen Gesundheit

In Niederösterreichs Spitälern findet am 4. März wieder ein „Tag der offenen Tür“ statt. „Wir wollen damit nicht nur die Leistungen in unseren Spitälern sichtbar machen, sondern wir wollen auch der Bevölkerung die Hemmschwelle nehmen, ein Krankenhaus aufzusuchen sowie Aufklärungsarbeit in Sachen eigener Gesundheit und Gesundheitsvorsorge zu leisten“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einem Pressegespräch.

Der Landeshauptmann ging auch auf die Spitalsstruktur Niederösterreichs ein, die in den letzten Jahren grundlegend verändert wurde. Mit der Übernahme von 16 Spitälern durch das Land mit Beginn des Vorjahres bzw. des heurigen Jahres konnten die Gemeindefinanzen, so Pröll, „bereits um 91 Millionen Euro entlastet werden“. Dazu komme „ein Effizienzgewinn“ im Vorjahr von 16 Millionen Euro, der durch effizientes Wirtschaften ermöglichlicht worden sei. Der Landeshauptmann rechnet, dass in den kommenden Jahren durch die Spitalsholding (unter diesem Dach sind die 22 Landesspitäler zusammengefasst) weitere Einsparungsmöglichkeiten „bei gleichzeitiger bestmöglicher medizinischen Versorgung“ lukriert werden können. Gleichzeitig will man verstärkt die Vorsorgemedizin forcieren. Pröll: „Wir wollen weg von der Reparaturmedizin hin zur Vorsorgemedizin.“

Ganz entschieden abgelehnt wird vom Landeshauptmann „das Schlechtreden“ der Gesundheitspolitik, etwa im Hinblick auf Wahltermine, und das damit verbundene Verunsichern der Bevölkerung. Gesundheitspolitik habe in Niederösterreich „keine parteipolitische Farbe, sondern ist ausschließlich blau-gelb orientiert“.

Um die weitere gute Spitalsversorgung Niederösterreichs, die für den Landeshauptmann Modellcharakter hat, zu gewährleisten, wird in den kommenden Jahren ein 800 Millionen Euro-Investitionsprogramm umgesetzt. Dazu gehört u. a. das Thermenklinikum mit den Standorten Baden und Mödling. Sowohl Landeshauptmann Pröll als auch Landesrat Sobotka halten dezidiert an beiden Standorten fest: Niederösterreich werde bei den Spitälern nicht den Weg der Großhäuser gehen, sondern weiterhin „an kleineren und mittleren Häusern festhalten“. Sobotka: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Spitäler die Effizientesten sind.“

Der Landeshauptmann dankte den Mitarbeitern in den Spitälern auch „für die großartige Arbeit“. Und diese findet bei den Landesbürgern auch Anerkennung. So sind laut Sobotka 97 Prozent der Landesbürger mit der medizinischen Versorgung in Niederösterreich zufrieden. 84 Prozent sind der Ansicht, dass sich Schwestern und PflegerInnen für die Patienten ausreichend Zeit nehmen. Über 90 Prozent sind der Meinung, dass die Ärzte gut ausgebildet sind, eine gute Arbeitsleistung erbringen und eine gute Arbeitseinstellung haben.

Wo es noch Aufholbedarf gibt, ist das Informationsmanagement (71 Prozent), und das soll nun laufend verbessert werden. Auch dazu soll der „Tag der offenen Tür“ in Niederösterreichs Spitälern beitragen.

Weitere Informationen: www.noegus.at.


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