13.02.2006 | 09:08

NÖ Akutteam hilft Menschen in extremen Lebenssituationen

LH Pröll: „In NÖ wird niemand allein gelassen, der Hilfe braucht“

Seit September 2001 gibt es in Niederösterreich das Psychosoziale Akutteam, das Menschen nach Unfällen, Katastrophen, Gewalt und anderen extremen Ereignissen kostenlose psychische Hilfe anbietet. „Die Mitarbeiter des Akutteams helfen den Angehörigen nicht nur, furchtbare Ereignisse zu verarbeiten, sie wollen den Betroffenen vor allem auch wieder Mut und Zuversicht geben“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum NÖ“.

Das 50-köpfige Team aus Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzten und Sozialarbeitern hat bisher in über 860 Fällen insgesamt fast 1.900 Menschen betreut. „Allein im Vorjahr waren die Mitarbeiter des Akutteams über 300 Mal im Einsatz“, so der Landeshauptmann. Und die Bandbreite für Einsätze ist groß: Katastrophen und Unfälle mit Schwerverletzten oder mit Todesfolge gehören ebenso dazu wie Selbstmord oder Selbstmordversuche, Gewaltdelikte und plötzlicher Tod eines Angehörigen.

Eine wichtige Voraussetzung für diese Hilfe ist, dass die Betroffenen das auch wünschen, wie der Leiter des Akutteams, Dr. Günther Kienast, betonte. Die Alarmierung des Akutteams, das rund um die Uhr erreichbar ist, erfolgt über die Einsatzorganisationen.

Dieser Aufgabe muss man aber auch gewachsen sein. „Auch die Helfer erleben immer wieder das Gefühl der Hilflosigkeit und Machtlosigkeit“, so Pröll. „Deshalb arbeiten in diesem Team nur bestens ausgebildete Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzte und Sozialarbeiter mit.“ Darüber hinaus betreut das Einsatzteam die Betroffenen über den Ereignistag hinaus.

„Mit dieser Unterstützung wollen wir den Menschen in unserem Land das Gefühl geben: In Niederösterreich wird niemand allein gelassen, der Hilfe braucht“, so der Landeshauptmann, der den Mitarbeitern des Akutteams auch für den großartigen Einsatz dankte.


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