13.01.2006 | 10:32

UVP-Prüfung für Hochwasserschutz Machland gestartet

Sobotka: Haben „win-win-Situation“ erreicht

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka informierte heute in Amstetten über den Start der Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) zum Hochwasserschutzdamm Machland. „Unser Ziel ist, die Situation in dieser Region für die niederösterreichische Bevölkerung zu verbessern. Einerseits durch konkrete Hochwasserschutzbauten in den niederösterreichischen Gemeinden, andererseits durch intensive Mitsprache am oberösterreichischen Dammprojekt“, so Sobotka. Durch das gemeinsame Vorgehen mit der Umweltanwaltschaft und der Kooperation mit dem Land Oberösterreich ist es gelungen, das Projekt abzuändern. „Im Bezirk Amstetten ist man sehr konsequent vorgegangen, um die niederösterreichische Seite künftig vor Hochwasser zu schützen; die jetzige Situation ist für alle eine ‚win-win-Situation’. Dies ist ein zukunftsweisendes Projekt, das dem Menschen Sicherheit und emotionale Hilfestellung geben soll“, erklärte Sobotka.

Das „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2002 war für eine Konzeptänderung beim Dammprojekt im oberösterreichischen Machland ausschlaggebend gewesen. Durch den ständigen Dialog mit Oberösterreich konnten bei diesem Projekt zahlreiche Veränderungen erwirkt werden.

In der Folge wird nun kein durchgehender 36 Kilometer langer Damm errichtet, sondern ein durchlässiger, aus sieben Einzelteilen bestehender Schutzdamm, welcher der Donau Retensionsflächen und Raum gibt. Zusätzlich wurden die Erkenntnisse aus der Hochwasserkatastrophe 2002 in das Projekt eingearbeitet.

Darüber hinaus wurde eine Aussiedleraktion gestartet, um dem Gewässer zusätzlichen Platz zu geben. In Ardagger wurden 18 Familien ausgesiedelt, der Hochwasserschutz wurde hier bereits fertiggestellt. In Wallsee erhielten 19 Familien die Chance für einen Neubeginn. Hier soll der Hochwasserschutz im Frühjahr dieses Jahres fertig sein. In St. Pantaleon befindet man sich derzeit in der Detailprojektierung; in Strengberg wurde bereits die Aussiedlung von 55 Familien durchgeführt, in Neustadtl sollen 24 Objekte in das Aussiedlungsprojekt aufgenommen werden, die Genehmigung der generellen Förderzusage des Bundes steht kurz bevor. In Ybbs und Persenbeug befinden sich Hochwasserschutzprojekte in der Planungs- bzw. Ausarbeitungsphase.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung, die jetzt durchgeführt wird, soll heuer mit dem Bau des Dammprojekts begonnen werden. Die Realisierung wird rund 10 Jahre dauern. Laut Studie können mit diesem Projekt knapp 1.000 Häuser im Machland geschützt werden. Für die Menschen in Oberösterreich wird dies einen dauerhaften Schutz vor Hochwasser bedeuten.

Am 6. Februar wird die NÖ Umweltanwaltschaft Interessierten in den betroffenen Strudengau-Gemeinden für Gespräche zur Verfügung stehen.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.


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