11.01.2006 | 12:45

NÖ Kriminalstatistik: Angezeigte Fälle sinken, Aufklärung steigt

LH Pröll: Beweis für effiziente Sicherheitsstrukturen in NÖ

Die Zahl der angezeigten Fälle in Niederösterreich im Vorjahr ging im Vergleich zu 2004 um 7.661 oder 8,1 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 43,3 auf 45,8 Prozent. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der heute gemeinsam mit NÖ Sicherheitsdirektor Dr. Franz Prucher und Landespolizeikommandant Mag. Arthur Reis die NÖ Kriminalstatistik 2005 präsentierte, führt diese erfreuliche Entwicklung vor allem auch auf die effizienten Sicherheitsstrukturen in Niederösterreich zurück. „Mit der Übersiedlung der Sicherheitsdirektion (Februar 2003) und des damaligen Landesgendarmeriekommandos (September 2003) von Wien nach St. Pölten wurden die notwendigen Voraussetzungen für ein koordiniertes Vorgehen in Sachen Sicherheit sowie für eine unkomplizierte Kooperation von Sicherheit und Verwaltung geschaffen“, betonte Pröll. Damit sei man auch in der Lage gewesen, die notwendigen landespolitischen Strategien in Sicherheitsfragen zu entwerfen und umzusetzen.

Dazu gehören laut Pröll u. a. die Aufstockung der Personals (80 zusätzliche Beamte für Niederösterreich), die Errichtung einer eigenen Einsatzgruppe Ost und die technische Modernisierung (EDV-Vernetzung), die es ermögliche, Personal von der Verwaltung in Richtung Sicherheitsaufgaben zu verlagern.

Niederösterreich liegt mit dem Rückgang von 8,1 Prozent bei den angezeigten Fällen – 2004 wurden 94.664 Fälle angezeigt, 2005 waren es insgesamt 87.003 - auch im Bundesländervergleich an der Spitze. Bei der Aufklärungsquote nimmt Niederösterreich nach dem Burgenland Rang zwei ein.

So erfreulich diese Entwicklung auch sei, man dürfe sich damit nicht zufrieden geben, so der Landeshauptmann. „Jeder Kriminalitätsfall ist einer zuviel!“ Deshalb sollen auch die rund 250 Beamten der Kriminalabteilung bis 2008 von Wien nach Niederösterreich verlagert werden. 170 Beamte (u. a. die Führungsstruktur) werden künftig von St. Pölten aus ihren Aufgaben nachkommen, 60 werden nach Mödling und weitere 15 nach Korneuburg übersiedeln.

Auch Prucher zeigte sich über die Entwicklung der Kriminalstatistik in Niederösterreich erfreut. Massive Rückgänge habe es etwa bei den Eigentumsdelikten, wie Pkw-Einbrüchen gegeben. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit werde heuer laut Prucher der Schutz des Eigentums sein.

Wichtig für Reis sind der ständige Informationsaustausch mit der Sicherheitsdirektion sowie Präventionsveranstaltungen, die auch von der Bevölkerung sehr gut angenommen werden, und die flächendeckende Vernetzung aller Einrichtungen. Lob fand er auch für die Unterstützung der Bevölkerung in Sachen Sicherheit.


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