13.12.2005 | 08:42

Höchste Landesauszeichnung für Bundeskanzler Schüssel

LH Pröll: Hat Niederösterreich immer entscheidend unterstützt

Als jemand, der Niederösterreich immer mit Wohlwollen begleitet und dem Land mit Erfahrung und Umsicht zur Seite steht, bezeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern Abend Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel anlässlich der Überreichung des „Goldenen Komturkreuzes mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ (die höchste Auszeichnung, die das Bundesland Niederösterreich zu vergeben hat) im Landhaus in St. Pölten.

Der Landeshauptmann würdigte dabei u. a. die Fähigkeit und den Willen Schüssels zum Gestalten und seinen sozialpartnerschaftlichen Geist, aber auch seine erfolgreiche Arbeit für die Republik und seine Trittsicherheit auf dem internationalen Parkett. Mit dem EU-Vorsitz in der ersten Hälfte 2006 könne Österreich zudem seine Internationalität unter Beweis stellen.

Schüssel, der seit mehr als drei Jahrzehnten in der Politik tätig ist, habe als Abgeordneter des Waldviertels sein politisches Handwerk in Niederösterreich erlernt, betonte Pröll. Dazu habe er Niederösterreich ermöglicht, eine eigenständige Landesaußenpolitik zu machen, das erfolgreiche und international anerkannte Europaforum Wachau mitbegründet und entscheidend mitgeholfen, dass das blau-gelbe Kernland heute ein erfolgreicher Technologie- und Wirtschaftsstandort ist. „Projekte wie MedAustron, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur oder die Entwicklung der Bildungsinfrastruktur (z. B. Donau-Universität) wären ohne den Bundeskanzler nicht möglich gewesen.“ Darüber hinaus hätte es Schüssel ermöglicht, dass Niederösterreich seine Wurzeln in Wien weiter pflegen kann (Palais Niederösterreich). Und nicht zuletzt könne Niederösterreich auch in der Not auf den Bundeskanzler zählen; nach der Hochwasserkatastrophe 2002 habe das Land neben Bundesgeldern auch EU-Mittel erhalten, so Pröll.

Bundeskanzler Schüssel würdigte in seinen Dankesworten vor allem auch die Rolle Niederösterreichs für die Republik. Darüber hinaus seien „seine ersten drei Chefs“ (Hermann Withalm, Stephan Koren und Rudolf Sallinger) Niederösterreicher gewesen. Niederösterreich habe zudem zeitgerecht die Chancen des größeren gemeinsamen Europa erkannt und sich gut positioniert. Diese Vision gelte es weiter zu entwickeln, wobei Europa nicht alles im Detail regeln soll und kann. Im Hinblick auf den EU-Vorsitz Österreichs im ersten Halbjahr 2006 meinte Schüssel, dass er „tun werde, was wichtig ist und was er auch vertreten kann“. Nicht akzeptieren werde er jedoch den Vorschlag, dass Österreich künftig der stärkste Nettozahler ist. Niederösterreich ist übrigens das erste Bundesland, das dem Bundeskanzler eine derartige Auszeichnung überreichte.

Wolfgang Schüssel wurde am 7. Juni 1945 in Wien geboren und war ab 1968 nach Abschluss des Jusstudiums Sekretär des Parlamentsklubs der ÖVP. Von 1975 bis 1991 fungierte er als Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Im April 1989 wurde Schüssel Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten, nach seiner Wahl zum Bundesparteiobmann der ÖVP Vizekanzler und Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten. Am 4. Februar 2000 wurde Schüssel als Bundeskanzler angelobt und am 28. Februar 2003 mit dieser Funktion neuerlich betraut.


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