28.11.2005 | 13:08

LH Pröll beim Industrievierteltag in Baden

„Schwerpunkte sind Arbeitsmarktpolitik und Infrastruktur“

„Klarheit durch Mehrheit und Erfolg durch Arbeit“ seien die Basis für den erfolgreichen Weg Niederösterreichs und auch Grundlage der täglichen Arbeit, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute anlässlich des Industrievierteltages bei einer Pressekonferenz in Baden. Dadurch habe man vor allem in schwierigen Situationen die Möglichkeit, rasch die richtige Entscheidung für das Land zu treffen. Genau das sei in Zeiten der zunehmenden Schnelligkeit, des stärker werdenden Wettbewerbs immer wichtiger und ausschlaggebend für den nachhaltigen Erfolg Niederösterreichs.

Trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen habe Niederösterreich heuer ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent und liege damit weit über dem Bundesdurchschnitt. Dazu verzeichnet das Land mit 550.000 unselbstständigen Erwerbstätigen den bisher höchsten Beschäftigungsstand. Im Industrieviertel gehe es im Bereich Arbeit und Wirtschaft darum, den derzeitigen Widerspruch zwischen 2.150 offenen Stellen und hohen Arbeitslosenzahlen aufzulösen. Dies solle mit Arbeitsmarkt-Initiativen wie „Job konkret“, „Start up“ und „Jugend & Arbeit“ gelingen.

Für den Landeshauptmann gehört das Industrieviertel zu den aufstrebendsten Regionen Österreichs. Im Rahmen der Regionalförderung und des Fitness-Programms seien im Industrieviertel in den letzten zwei Jahren 79 Unternehmen angesiedelt und 3.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. So habe sich beispielsweise der Flugzeughersteller Diamond Aircraft in Wiener Neustadt zu einem Vorzeigebetrieb entwickelt. Auch das Thermenprojekt Lindsberg bei Erlach und das Krebsforschungszentrum „MedAustron“ in Wiener Neustadt seien touristische und wirtschaftliche Chancen für die Region. Weitere Beispiele für erfolgreiche Betriebsansiedlungen bzw. Erweiterungen seien die Firma Gebrüder Weiss in Maria Lanzendorf, SCA Ortmann in Waidmannsfeld und die Firma Schiebel in Wiener Neustadt.

Als Schwerpunkt der Arbeit für die Zukunft nannte der Landeshauptmann auch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Mittlerweile sei auch der vierspurige Ausbau der A 2 Südautobahn zwischen Vösendorf und Guntramsdorf abgeschlossen. In einem weiteren Schritt werde bis 2006 die Außenring Schnellstraße S 1 fertiggestellt. Außerdem seien die Attraktivierung der Schienennetze mit dem zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie und dem Neubau der Spange Götzendorf mit der ÖBB vereinbart worden. Auch die Eröffnung des neu gestalteten Bahnhofs in Wiener Neudorf sei für heuer geplant.

Im Rahmen einer zukunftsorientierten Familienpolitik besteht für den Landeshauptmann angesichts der demografischen Entwicklung die Notwendigkeit, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, um den Frauen das „Ja zum Kind“ zu erleichtern. In diesem Bereich versuche das neuartige niederösterreichische Schulmodell trotz sinkender Schülerzahlen die Schulstandorte zu erhalten. Auch im Gesundheitswesen werden in die Krankenhäuser in Baden, Mödling, Wiener Neustadt und Neunkirchen in den nächsten Jahren rund 160 Millionen Euro investiert.

Im Zusammenhang mit dem Flüchtlingslager in Traiskirchen forderte der Landeshauptmann die Steiermark auf, das gültige Abkommen zwischen dem Bund und den Bundesländern zu erfüllen und die vereinbarten 511 Flüchtlinge aufzunehmen. Weiters habe das Bundesland Kärnten angekündigt, rund 50 Flüchtlingen eine Unterkunft anzubieten.


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