16.11.2005 | 08:44

Landesfeiertag-Auftakt im Stift Klosterneuburg

LH Pröll und Abt Backovsky informierten über aktuelle Vorhaben des Stiftes

Im Stift Klosterneuburg erfolgte gestern Vormittag traditionell der Auftakt für die Feierlichkeiten zu Ehren des Landespatrons, des Heiligen Leopold. Vor dem Festgottesdienst in der Stiftskirche, an dem wieder zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und des öffentlichen Lebens in Niederösterreich teilnahmen, informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und „Hausherr“ Propst Bernhard Backovsky über aktuelle Vorhaben im und um das Augustiner Chorherrenstift.

So wird derzeit mit Hochdruck die unvollendet gebliebene „Sala terrena“, direkt unter dem prunkvollen Marmorsaal gelegen, zu einem modernen Eingangsbereich um- und ausgebaut. Die „Sala terrena“, eine imposante zweigeschossige Halle, diente zuletzt als Kartonagenlager für das stiftliche Weingut; künftig soll es hier auch einen Shop, Garderoben, ein Kaffeehaus mit großer Terrasse und Büros geben. In den Gängen und auf der Chorherrenstiege wiederum können die Besucher verschiedene Bauphasen des barocken Glanzes erleben und erhalten hier auch Informationen über das Stift, seine Geschichte und seine Bedeutung. Im ältesten Teil des Stiftes, dem Bereich um den Kreuzgang, wird eine der europaweit herausragenden Sammlungen der Kunst des Mittelalters aus Eigenbeständen des Stiftes präsentiert. Der neu gestaltete Kulturbereich umfasst eine Fläche von 5.200 Quadratmetern. Dazu kommen noch die Gesamtrenovierung des Schüttkastens mit Restaurant, Keller und Seminarbereich (rund 2.600 Quadratmeter) und die naturnahe Gestaltung der Gartenanlagen vor dem neuen Besucherzugang mit rund 15.000 Quadratmetern. Die Arbeiten sollen bis Mai 2006 abgeschlossen sein, die Investitionen dafür belaufen sich laut Wirtschaftsdirektor Leopold Nußbaumer auf rund 12 Millionen Euro.

Landeshauptmann Pröll zeigte sich beeindruckt von diesen ehrgeizigen Vorhaben, die vom Land Niederösterreich unterstützt - pro Jahr mit 245.000 Euro - und auch im Hinblick auf das 900-Jahr-Jubiläum des Stiftes im Jahr 2014 realisiert werden. „Unsere Aufgabe ist es auch, das historische Erbe verantwortungsbewusst zu verwalten“, so Pröll. Stift Klosterneuburg sei so ein historisches Erbe. Darüber hinaus werde damit signalisiert, dass Niederösterreich einerseits tief verwurzelt ist in Geschichte und Tradition und andererseits weltoffen nach vorne geht. Die denkmalpflegerischen Projekte werden jedoch in einem überdurchschnittlichen Ausmaß vom Stift selbst finanziert, und zwar im Ausmaß von über 50 Prozent.

Seit dem Jahr 2000 unterstützt Stift Klosterneuburg auch eine Hilfsaktion für rumänische Straßenkinder - mit jährlich 175.000 Euro. Dazu kommen Spenden von Vereinen, Pfarren, Schulen und Privatpersonen. Für die Unterstützung von Projekten des Jesuitenpaters Georg Sporschill wurden in den letzten fünf Jahren über 1,5 Millionen Euro aufgebracht. So konnten in den Kinderheimen der Aktion Concordia bereits 600 Kinder aufgenommen werden. „Eine großartige soziale Tat“, wie auch der Landeshauptmann bescheinigte.


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