13.10.2005 | 13:42

LR Schabl präsentierte LEBIG-Studie

Auf richtigem Weg, was die Leistungen betrifft

Die LEBIG sei auf dem richtigen Weg, was ihre Leistungen betrifft, sagte Landesrat Emil Schabl heute im Landhaus in St. Pölten bei einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit Mag. Norbert Bruck (Internationale Betriebsberatung GmbH.) und Dr. Robert Kellner (NÖ Sanitätsdirektion) gab. Pro Jahr müsse man in Niederösterreich 630.000 Rettungseinsätze an die richtige Stelle leiten. Die LEBIG arbeite mit freiwilligen Organisationen zusammen; genau an diesen Schnittstellen seien aber Probleme aufgetaucht. Die heute präsentierte LEBIG-Studie sollte diese Probleme abklären.

Schabl kündigte heute auch mehrere Initiativen an: Zunächst müssen die finanziellen Probleme gelöst werden. Schabl schlägt daher einen Rettungsgipfel vor. Es bleibe aber bei 6,60 Euro pro verrechenbaren Einsatz, die derzeit von den Rettungsorganisationen an die LEBIG gezahlt werden.

Bei der LEBIG wird auch weiterhin jeder Hinweis auf Möglichkeiten zur Verbesserung genau geprüft; der eingesetzte Qualitätsbeirat wird sich darum weiter kümmern.

Ein funktionierendes Bereitschaftsarztsystem soll verhindern, dass nicht unnötigerweise die Rettung ausrückt und Patienten in das Krankenhaus gebracht werden, bei denen dies nicht notwendig gewesen wäre. „Planung, Controlling und Steuerung müssen zentral für ganz Niederösterreich erfolgen“, meinte Schabl. Auch das Beschwerdemanagement soll zentralisiert werden.

Nach wie vor seien Verbesserungen notwendig, stellte auch Bruck klar. Die Fehlleitungen der Notarztwagen liegen seit Bestehen der LEBIG nur bei 7 Prozent, in Deutschland seien es 15 bis 20 Prozent. Außerdem habe die LEBIG mittlerweile eine Ärztin in ihre Leitung aufgenommen. Da die NÖ Gebietskrankenkasse aber weitere Einsparungen bei den Transportleistungen angekündigt habe und von der LEBIG auch ein Pager-Netz mit einer Investition von rund 750.000 Euro aufgebaut wurde, sei es klar, warum mittlerweile ein LEBIG-Standort geschlossen werden musste. Auch habe die LEBIG mit relativ wenig Eigenkapital begonnen; hier seien weitere Erhöhungen notwendig, so Bruck. Bei jeder Maßnahme sei aber auch zu berücksichtigen, dass man es vorwiegend mit Freiwilligen zu tun habe.


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