30.09.2005 | 13:48

Hans Czettel-Preisverleihung 2005: 18 Projekte wurden prämiert

Onodi: Projekte ein Zeichen, dass vor allem Taten etwas gelten

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und Landesrat Emil Schabl nahmen heute im Landhaus in St. Pölten die Verleihung der Hans Czettel-Förderungspreise für Natur- und Umweltschutz in Niederösterreich vor. Eine Jury unter dem Vorsitzendem Dr. Ernst Vitek (Naturhistorisches Museum Wien) hatte 25 Projekte zu beurteilen, davon wurden 18 prämiert. Insgesamt 10.400 Euro wurden an die Preisträger – Vereine, Personen und Schulen – vergeben.

Nachfolgend die Preisträger:

Verein „PFAD“ in Amaliendorf-Aalfang, gemeinsam mit Volksschule Amaliendorf: Ein Lehrpfad führt mit drei Routen durch das Gemeindegebiet. Fachkundige Führungen erklären die Routen. Entlang des Weges wurden Tafeln aufgestellt.

Dorferneuerungsverein Klein-Pöchlarn: Fotowettbewerb rund um eine alte Kulturlandschaft.

Pfadfinder Perchtoldsdorf und Jungschar Breitenfurt: Spielerisches Erfassen des Lebens der Smaragdeidechse, Arbeiten in der Perchtoldsdorfer Heide.

FUER (Freiwillige Umwelterhaltung und -rettung) Königstetten: Zahlreiche Aktionen in der Gemeinde, eigene Zeitung mit Umweltthemen.

Dr. Gerhard Floßmann, Loosdorf: Besondere Verdienste durch Aktivitäten bei der Errichtung des Naturschutzgebietes „Ofenloch“ in Loosdorf.

Volksschule Traismauer: „Der Wald in den vier Jahreszeiten“ als Jahresprojekt. Zahlreiche Arbeitsunterlagen und Exkursionen. Auch wurden Bäume gepflanzt.

Volksschule Amaliendorf, mit Verein „PFAD“: Der Pfad in Amaliendorf-Aalfang wurde als Schwerpunkthema behandelt. Ein „Pfadbuch“ wurde zusammengestellt.

Volksschule Neuhofen an der Ybbs: Projekt rund um die Kartoffel. Erarbeiten eines Kinder-Bilderbuches zur Geschichte der Kartoffel.

Volksschule St. Georgen am Ybbsfelde: Errichtung eines Insektenhotels im Schulgarten und Einrichten einer Kräutersonne.

Volksschule Fischamend: Erarbeiten des Umweltmusicals „Müllhexe Rosalie“, das mehrmals aufgeführt wurde.

Dr. Erwin Schmuttermeier-Schule in Hinterbrühl bei Mödling: Jahresprojekt über die Entstehung der Erde und zum Vulkanismus, mit Arbeitsunterlagen, Präsentationen für die Eltern und einer Ausstellung in der Schule.

Öko-Hauptschule Ober-Grafendorf: Zwei Projekte: „Mit dem Rad in die Schule“ (Radfahrprüfung, Schul-Umfeld-Analyse) mit einer Steigerung der Radfahrer in der Gemeinde um 15 Prozent sowie „Pielachtal - Das Tal der Dirndln“ (die Kornelkirschen, in österreichischer Sprache „Dirndln“ genannt, sind süße, bekömmliche Früchte).

IBHS Poysdorf: „Schöpfungspfad“ - ausgehend von der Schöpfungsgeschichte Planung und Anlegen eines Pfades.

Hauptschule Sonntagberg-Rosenau, mit Volksschule: Planung und Pflanzung eines Gartens für die SchülerInnen der Volks- und Hauptschule in Sonntagberg.

Hauptschule Oberndorf: Endprodukt war ein Essigreiniger, aus Most hergestellt.

Städtische Höhere Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe, Wiener Neustadt: Auf dem Gelände der Waldschule in Wiener Neustadt (Schule für Behinderte) wurde ein „keltischer Baumkreis“ gepflanzt. Auch wurden Unterrichtsmaterialien entwickelt, die in der Waldschule verwendet werden können.

Städtische Höhere Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe, Wiener Neustadt: Grundlagen der Mikroskopie wurden erarbeitet und dann angewendet.

BG/BRG Berndorf: Eine Wegstrecke wurde als Zeitachse aufgefasst und Informationstafeln aufgestellt - vom Urknall bis heute. Die Tafeln bzw. ihre Inhalte sind auch im Internet zu sehen.

Czettel sei der Initiator der Naturparke in Niederösterreich gewesen, sagte Schabl. Heute habe man in Niederösterreich bereits 23 Naturparke, österreichweit gibt es insgesamt 40. Seit den achtziger Jahren hätten sich die Naturparke von einem „Randthema zu einem zentralen Thema entwickelt“; das sei vor allem ein Verdienst Czettels, der ein Pionier des Natur- und Umweltschutzes war.

Die Naturparke in Niederösterreich seien auf die Arbeit und die Leistungen von Czettel zurückzuführen, der vor 25 Jahren gestorben ist und dessen Verdienste um Natur und Umwelt heute noch gegenwärtig sind, meinte Onodi. Immer mehr Menschen bewerben sich um die Czettel-Förderungspreise; das sei ein Zeichen dafür, dass das Miteinander, die Teamarbeit für den Natur- und Umweltschutz immer wertvoller würden, und dass vor allem Taten etwas gelten.


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