16.09.2005 | 15:20

Neun Schöffel-Förderungspreise verliehen

Sonderpreis für Biosphärenpark Wienerwald vergeben

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und Landesrat Emil Schabl verliehen heute Nachmittag in Mödling die Josef Schöffel-Förderungspreise 2005. Neben einem Sonderpreis zu 2.500 Euro für besondere Leistungen für den Biosphärenpark Wienerwald wurden neun Preise zu je 1.600 Euro für hervorragende Leistungen zum Schutz des Erholungswertes der heimischen Natur vergeben. Die Preise wurden durch das Land Niederösterreich gestiftet.

Die Preisträger im Einzelnen:

A. o. Univ.Prof. Dipl.Ing. Dr. Kurt Zukrigl erhielt den Sonderpreis für den Biosphärenpark Wienerwald. Seine Forschungen waren eine Grundlage für die Abgrenzung der Planungsräume für Natur- und Kernzonen. Er hat auch an der Entwicklung eines Leitbildes für den Biosphärenpark mitgewirkt.

Die neun Schöffel-Förderungspreise gingen an

Konrad Bürger, der sich in 37 Jahren um den Naturpark Föhrenberge verdient gemacht hat. In dieser Zeit wurden 209 Rastplätze, 310 Tischbänke und 11 Spielplätze geschaffen sowie 1.000 Wegweiser und 15 Übersichtstafeln errichtet;

das „Bio Erlebnis Norbertinum“ in Tullnerbach, vertreten durch Projektleiter Alfons Fallmann, der mit seinem Team ein ökopädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche entwickelte. 2003 und 2004 haben jährlich rund 6.000 Kinder und etwa 2.500 Begleitpersonen das Angebot in Anspruch genommen;

Hans-Martin Berg, der zur Fauna in Niederösterreich „Rote Listen“ erstellte und in verschiedenen Artenschutzprojekten und LIFE-Projekten mitarbeitete;

Franz Kovacs, der 2003 bei der Entdeckung des Wachtelkönigs bei Orth an der Donau beteiligt war. Auch wurde ein Managementplan zur Bewirtschaftung von Wiesen erstellt, um das Heranwachsen der Jungvögel zu sichern;

Mag. Thomas Hofmann, der sich seit 1997 mit Geotopen beschäftigte, also mit Punkten, die Auskunft über die Entwicklung der Erde und des Lebens vermitteln. Hofmann wurde auch bekannt durch sein publizistisches Schaffen, etwa durch das 2003 erschienene Buch über den Nationalpark Thayatal;

Josef Mölzer, der sich durch seine langjährige, zeitintensive Tätigkeit bei der NÖ Berg- und Naturwacht sowie die Betreuung, Pflege und ständige Aktualisierung eines Lehrpfades besonders um den Naturschutz verdient gemacht hat;

den Verein „Auring“, vertreten durch Ökopädagogin und Naturführerin Ute Nüsken. Der Verein kümmert sich seit 1996 in den oberen March-Thaya-Auen um die Erhaltung und Pflege eines Feuchtgebietes aus Menschenhand;

den Verein „Freunde der Perchtoldsdorfer Heide“, der sich jährlich intensiv mit der Entfernung von Gebüschen und Bäumen befasst. Zahlreiche Flächen konnten so vor dem Zuwachsen bewahrt werden;

Dipl. Ing. Dr. Kim Meyer-Cech, die sich um das südliche Wiener Umland verdient gemacht hat, das derzeit durch die verkehrstechnisch günstige Lage und die Nähe zur Bundeshauptstadt einem enormen Bevölkerungszuzug erlebt.

Schöffel (1832 bis 1910) hat durch Reden und Streitschriften der Bevölkerung vor Augen geführt, wie wichtig die Erhaltung des Waldes zur Erholung der Menschen im Ballungsraum rund um Wien ist. Schöffels Eintreten in seiner 1870 bis 1873 geführten Kampagne ist es zu verdanken, dass der Wienerwald nicht abgeholzt wurde.


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