08.09.2005 | 12:10

„Mobilitätspreis NÖ“ für Öko-Hauptschule Ober-Grafendorf

Urkunden-Verleihung heute in St. Pölten

Zum ersten Mal wurde in Niederösterreich in diesem Frühjahr unter dem Titel „jung.sicher.ökomobil“ der so genannte „Mobilitätspreis“ durchgeführt. Es handelte sich dabei um eine Gemeinschaftsaktion des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ), des Landes Niederösterreich und der Postbus AG. Insgesamt gab es zu diesem Bewerb 35 Einreichungen; die Gewinner – die Öko-Hauptschule Ober-Grafendorf – wurden heute in St. Pölten vorgestellt. Für die niederösterreichische Schule besteht nun auch noch die Chance, Bundessieger zu werden. Der Bundessieger wird am 29. September im Technischen Museum in Wien ausgezeichnet.

Das Projekt, mit dem sich die Öko-Hauptschule Ober-Grafendorf an dem Bewerb beteiligt hatte, trägt den Titel „Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule“. Die Idee dazu war im Anschluss an einen Vortrag zum Thema „Aggressionen bei Kindern“ entstanden; im Mai 2002 wurde die Aktion gestartet. In der Folge wurden an der Schule während der letzten Jahre regelmäßig Aktionswochen durchgeführt. Mit Projektarbeiten, Spielen und Bewerben wurden die Kinder motiviert, zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Zudem wurden die Kinder auf die Radfahrprüfung vorbereitet und die Fahrräder der SchülerInnen einem Service und Sicherheitschecks unterzogen. Auch Lehrkräfte und Eltern wurden durch das Projekt motiviert, verstärkt zu Fuß zu gehen oder das Rad zu benützen. Das Projekt soll in den kommenden zwei Jahren fortgesetzt werden.

Für das Land seien die Jugendlichen ein sehr wichtiges Thema; man habe deshalb diesen Bewerb gerne unterstützt, meinte Prof. Dr. Friedrich Zibuschka, der oberste Verkehrsplaner des Landes Niederösterreich im Rahmen der heutigen Preisverleihung. Zudem passe das Projekt der Hauptschule Ober-Grafendorf auch optimal in die Aktion „Verkehrsparen“, die derzeit in 26 Wiener Umlandgemeinden durchgeführt werde, so Zibuschka.

Im vergangenen Jahr gehörten 32 Prozent der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen und 27 Prozent der Verkehrstoten in Niederösterreich der Altersgruppe der 15 bis 24-Jährigen an. Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2005 lassen hoffen, dass heuer weniger Jugendliche in Verkehrsunfälle verwickelt sein werden: Im ersten Quartal 2004 zählte man 657 verunglückte Jugendliche, im ersten Quartal 2005 waren es 588. Der größten Unfallgefahr sind Jugendliche laut VCÖ ausgesetzt, wenn sie mit dem Pkw oder dem Moped unterwegs sind.

Nähere Informationen: VCÖ, Telefon 01/893 26 97, www.vcoe.at.


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