23.08.2005 | 12:14

Erste künstliche Bandscheibe in Niederösterreich

Sobotka: Anwendungsorientierte Forschungslandschaft NÖ

Niederösterreich forciere seit Jahren sowohl Spitzenmedizin als auch flächendeckende Versorgung und sichere die Qualität, betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in St. Pölten bei der Präsentation eines für Niederösterreich bis dato einzigartigen Projektes: In Zwettl wurde eine künstliche Bandscheibe in die Wirbelsäule eingesetzt.

Ein hervorragender Strukturplan mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen unter hohen Qualitätsmaßstäben habe zu einer anwendungsorientierten Forschungslandschaft Niederösterreich geführt, was sowohl im Interesse der bestmöglichen medizinischen Versorgung der Bevölkerung als auch der Motivation der MitarbeiterInnen durch Honorierung ihrer Leistungsbereitschaft liege, so Sobotka weiter.

Im Kreis der als Kompetenzzentren etablierten NÖ Kliniken leiste Zwettl bei orthopädischen Problemen exzellente und zuletzt bei der „Zwettler Hüfte“ international viel beachtete Arbeit. Die seitens des Landes und des NÖGUS unterstützte nunmehrige erste Einsetzung einer künstlichen Bandscheibe sei ein hervorragendes Beispiel für die Leistungen zur Verbesserung traditioneller Krankheitsbilder. Anwendungsorientierte und vernetzte Forschungsarbeit wie diese rechtfertige nicht zuletzt den intensiven Ausbau der NÖ Krankenhaus-Infrastruktur, die wiederum zu regionaler Wertschöpfung und der Absicherung von Arbeitsplätzen beitrage, so Sobotka abschließend.

Für das in der Wirbelsäulenchirurgie führende Zwettler Kompetenzzentrum meinte Dr. Manfred Weissinger, dass rund 80 Prozent der ÖsterreicherInnen mindestens ein Mal mit ihrer Wirbelsäule ernste Probleme hätten. Die in Deutschland produzierte künstliche Bandscheibe aus Kunststoff und Metall komme bei einem gewissen Prozentsatz der Patienten in Frage, nicht etwa bei einem Bandscheibenvorfall. Zum Einsatz gelange sie, wenn nach konservativen Behandlungen therapieresistente Schmerzen auftreten. Im Gegensatz zur Wirbelsäulenversteifung erhält die künstliche Bandscheibe eine bestimmte Flexibilität.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung