01.08.2005 | 12:25

Hagelversicherung meldet 11 Prozent mehr Schäden als 2004

In Niederösterreich um 45 Prozent mehr Betriebe betroffen

Die Österreichische Hagelversicherung zog heute in Wien eine Zwischenbilanz des heurigen Jahres. Bei der Versicherung sind bis heute aus ganz Österreich 10.650 Meldungen über Schäden in der Landwirtschaft eingegangen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 11 Prozent. Den größten Anstieg gab es bei den so genannten „Elementarschäden“, bei denen mit mehr als 5.000 Schadensfällen eine Verdreifachung der Schäden zu verzeichnen war. In ganz Österreich waren bisher knapp 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche bzw. über 10.000 landwirtschaftliche Betriebe von den Unwettern und in der Folge von Schäden betroffen; die Zahl der in Niederösterreich betroffenen Betriebe beläuft sich auf 4.164. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das in Niederösterreich einen Anstieg um 45 Prozent; die Anzahl der „Elementarschäden“ hat sich im größten Bundesland sogar vervierfacht.

Die ersten Schäden des heurigen Jahres, das auch auf Grund der Vielfalt der Schäden eine „Besonderheit“ darstellt, traten bereits in der kalten Jahreszeit auf: Insgesamt 101 Folien- und Glashäuser waren im Winter von Schneedruck betroffen. Im April machten Frostschäden im Ackerbau in Niederösterreich den Wiederanbau von mehreren Tausend Hektar notwendig; insgesamt waren 4.000 Hektar Land von Frostschäden betroffen. Dem Frost folgten später Trockenschäden und damit Ertragsausfälle, von denen insgesamt 30.000 Hektar vor allem in Niederösterreich und im Burgenland betroffen waren. Überschwemmungsschäden im Grünland wurden vor allem aus Salzburg und der Steiermark gemeldet, doch auch im Osten des Landes und damit auch in Niederösterreich kam es auf Grund anhaltender Niederschläge zu Auswuchsschäden. Davon waren in Summe 10.000 Hektar Land betroffen. Die durch die Schäden verursachten Kosten beliefen sich bislang auf über 30 Millionen Euro.

In Österreich sind bisher 82 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche hagelversichert, 60 Prozent davon sind „mehrgefahrenversichert“ und verfügen damit auch über einen Versicherungsschutz gegen etwa Frost, Überschwemmung, Trockenheit etc. Für das heurige Jahr erwartet die Österreichische Hagelversicherung bei der versicherten Fläche einen Zuwachs von 2,6 Prozent.

Nähere Informationen: Österreichische Hagelversicherung WaG, 1081 Wien, Lerchengasse 3-5, Telefon 01/403 16 81, e-mail office@hagel.at, www.hagel.at.


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