01.08.2005 | 10:13

100 Jahre Mariazellerbahn

Fischer, Gabmann: Strecke bietet großes touristisches Potenzial

Mit Festakten in Kirchberg an der Pielach und Laubenbachmühle wurde gestern in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und den Landeshauptmannstellvertretern Ernest Gabmann und Heidemaria Onodi das 100-Jahr-Jubiläum der Mariazellerbahn (Teilstrecke Kirchberg - Laubenbachmühle) gefeiert. „Kaum eine andere Erfindung hat die wirtschaftliche, industrielle und somit auch die gesellschaftliche Entwicklung von ganzen Regionen geprägt wie die Eisenbahn. Auch die Mariazellerbahn hat das Leben der gesamten Bevölkerung in ihrem Einzugsbereich beeinflusst“, sagte Fischer. Eine effiziente und moderne Bahn sei für die Bewältigung der Verkehrsprobleme unumgänglich.

„Ziel für die Zukunft ist es, die Region Pielachtal - Ötscherland verstärkt als Ausflugsgebiet zu positionieren. Durch eine Verbesserung des touristischen Angebots in der Region soll die Attraktivität der Mariazellerbahn weiter gesteigert werden“, betonte Gabmann. Besonders die Bergstrecke der Schmalspurbahn habe sich in der Vergangenheit zu einem Tourismusmagnet entwickelt.

In diesem Zusammenhang wurde in den letzten Monaten von der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal, dem Verein Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland, den Gemeinden entlang der Mariazellerbahn und der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) ein umfassendes Entwicklungskonzept zur Attraktivierung des touristischen Umfelds der Mariazellerbahn erstellt. Dabei sind die Projekte „Klettergarten Annaberg“, „Erlebnishaltestelle“, „Open-Air-Kino Ötscherblick“, „Raddampfer auf dem Erlaufsee“ und „Wasserspielplatz Puchenstuben“ geplant. In einem ersten Schritt wurde zuletzt die „Rollende Mostschenke“ gestartet, bei der Bäuerinnen aus dem Pielachtal regionale Köstlichkeiten im Zug anbieten.

Die Mariazellerbahn ist Österreichs längste Schmalspurbahn und verbindet die Landeshauptstadt St. Pölten mit dem 85 Kilometer entfernten Wallfahrtsort Mariazell. Besonders die Trassierung des Bergabschnitts gilt unter Fachleuten als technische Meisterleistung.

Nähere Informationen: Tourismusverband & Regionalbüro Pielachtal, Telefon 02722/7309-25, www.pielachtal.info


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