27.07.2005 | 10:45

Kostenlose „Besuchscafés“ in fünf Zentren des NÖ Hilfswerks

Neutraler Ort für Treffen von Scheidungskindern und Elternteilen

In Niederösterreich wurden im Jahr 2004 fast 3.800 Ehen geschieden; In etwa zwei Dritteln dieser Scheidungen sind auch Kinder betroffen. Letztes Jahr zählte man in Niederösterreich insgesamt 3.200 „Scheidungskinder“. Das NÖ Hilfswerk bietet in diesem Zusammenhang Unterstützung und Beratung im gesamten Landesgebiet. Neben der individuellen Beratung in insgesamt zehn Beratungs- und Begleitungszentren und der kostenlosen juristischen Scheidungsberatung bei Gericht werden auch „Scheidungskinder-Gruppen“ sowie so genannte „Besuchscafés“ angeboten. Dabei handelt es sich nicht um Kaffeehäuser im herkömmlichen Sinn, sondern um Räumlichkeiten, die eine entspannte Atmosphäre vermitteln und Eltern, die im Zuge einer Scheidung oder Trennung das Besuchsrecht erhalten haben, als neutraler Ort zu einem Treffen mit ihren Kindern dienen sollen. Als neutrale dritte Person bietet in diesen „Cafés“ eine pädagogisch-geschulte Fachkraft Hilfestellung beim Gespräch.

Deren soziale Begleitung bzw. das gesamte Angebot ist an den Standorten Korneuburg, Mödling, Wiener Neustadt, Baden und Gänserndorf neuerdings kostenlos. Dies wurde durch eine Förderung der Männerabteilung des Bundesministeriums für Soziale Sicherheit und Generationen ermöglicht. An den fünf anderen Standorten werden die „Besuchscafés“ zu sozial verträglichen Tarifen angeboten. Im Juni dieses Jahres wurden die „Cafés“ von insgesamt 49 Familien in Anspruch genommen.

Die ebenfalls in den Zentren eingerichteten „Scheidungskinder-Gruppen“, die von SozialpädagogInnen oder PsychologInnen geleitet werden, treffen sich einmal pro Woche. Hier erhalten Scheidungskinder die Möglichkeit, die Trennung ihrer Eltern zu überwinden und die Veränderungen bei sich zuhause aufzuarbeiten.

Die kostenlose juristische Scheidungsberatung bei Gericht wird in Mödling, Krems, Schwechat, Zistersdorf und seit heuer auch in St. Pölten angeboten.

Nähere Informationen: Hilfswerk-Infoline 02742/90 600.


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