17.06.2005 | 13:50

LR Plank überreicht NÖ Müllometer

„Klare Vorgaben, konsequentes Umsetzen, großartiges Funktionieren“

Die NÖ Abfallwirtschaftstagung 2005, bei der traditionell auch die NÖ Müllometer überreicht werden, benützte Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute in St. Pölten, um den „Dienstleister-Profis vor Ort“ in den niederösterreichischen Abfallregionen Dank für die konsequente Arbeit abzustatten: „Klare Vorgaben und konsequentes Umsetzen führen zu einem großartigen Funktionieren“.

Niederösterreich habe sich dem nachhaltigen Wirtschaften verschrieben, in diesem Rahmen werde auch die NÖ Abfallstrategie fortgesetzt: Die Abfallvermeidung - dort, wo es Sinn mache - bleibe eine Notwendigkeit, die Kompostwirtschaft müsse im Kreislauf gehalten werden, in Kooperation mit der Wirtschaft werde der Übergang zur Stoffstromwirtschaft angestrebt. Mit der Trennquote liege Niederösterreich gut über dem österreichischen Schnitt, auch die Restmüllmenge konnte konstant gehalten werden, so Plank.

Der NÖ Müllometer dient der Veranschaulichung der Kernergebnisse der jährlichen landesweiten Abfalldatenerhebung und stellt die wesentlichen Kennziffern der NÖ Abfallregionen (Verbände, Städte) heraus: Gesamtanfall, die zu deponierende Rest- und Sperrmüllmenge sowie die Menge der getrennt gesammelten Mengen (Bioabfälle, Problem- und Altstoffe).

Insgesamt fielen im Jahr 2004 in Niederösterreich aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen 209.074 Tonnen Restmüll, 61.146 Tonnen Sperrmüll, 130.685 Tonnen biogene Abfälle aus der Biotonnensammlung, 4.160 Tonnen Problemstoffe, 5.882 Tonnen E-Schrott und 229.462 Tonnen Altstoffe an. Das Gesamtabfallaufkommen betrug somit 640.409 Tonnen oder 419,35 kg pro Einwohner, die Trennquote lag bei ca. 58 Prozent (österreichweit: 53 Prozent).

Damit liegt der NÖ Gesamtanfall pro Einwohner im Österreich-Durchschnitt (410,8 kg/EW), während der Rest- und Sperrmüll in Niederösterreich (173,6 kg/EW) weniger ausmacht als im Österreichschnitt (194,3 kg/EW). Die Sammelmenge bei biogenen Abfällen beträgt in Niederösterreich trotz vieler Haushalte mit Eigenkompostierung (ca. 50 Prozent) 85,7 kg/EW (Österreich: 66 kg/EW).

In der Entwicklung von 2003 auf 2004 ist das Restmüllaufkommen in Niederösterreich kaum gestiegen (130,8 gegenüber 134,3 kg/EW), die Sperrmüllmengen (39,3 kg/EW) sind unter das Niveau des Jahres 2000 gefallen. An Altstoffen wurden 152,7 kg/EW und damit um 3,6 kg/EW mehr als im Vorjahr gesammelt, die Sammlung über die Biotonne stieg von 83,2 auf 85,7 kg/EW an. Das Gesamtaufkommen ist um 1,4 Prozent gestiegen.

Nähere Informationen bei der Abteilung Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung beim Amt der NÖ Landesregierung unter 02742/9005-15291, Dipl.Ing. Dr. Erwin Szlezak, e-mail erwin.szlezak@noel.gv.at und www.noe.gv.at/abfall.


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