18.05.2005 | 15:13

Erfolgreiche Behinderten-Projekte in Baden und im Weinviertel

Bohuslav: Nachhaltige Unterstützung wichtig

Das Behinderten-Projekt „INTequal“, eine Entwicklungspartnerschaft für die Vernetzung professioneller Integrationsmaßnahmen von behinderten Menschen, die an der Nahtstelle von Schule und Beruf ansetzen, ist ein voller Erfolg. Auch die Partnerschaft mit Einrichtungen aus Deutschland, Tschechien und den Niederlanden bewährte sich. In Niederösterreich war das Projekt auf das Weinviertel und auf Baden konzentriert. Heute wurde im Theater am Steg in Baden Bilanz gezogen.

Insgesamt wurden mehr als 200 behinderte Menschen mit dem Ziel betreut, voll in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Dabei lagen die Hauptaufgaben in Qualifizierung, Jobcoaching, Freizeitassistenz, Sensibilisierung und Information. Zu den Partnern des Landes Niederösterreich gehören das Bundessozialamt, Wirtschafts- und Arbeiterkammer und weitere soziale Einrichtungen.

„Die nachhaltige Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft ist selbstverständlich und notwendig. Denn auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen haben ihre Stärken und erbringen wichtige Leistungen“, erklärte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Die Menschen müssten Teil der Gesellschaft sein. Es solle sich das Leben von Menschen mit besonderen Bedürfnissen möglichst wenig von Nichtbehinderten unterscheiden.

Insgesamt werden derzeit in Niederösterreich rund 5.300 Menschen mit besonderen Bedürfnissen betreut. Ca. 3.800 arbeiten an geschützten Arbeitsplätzen oder sind in Tagesbetreuung. Die Behindertenbetreuung im Land steht auf den drei Säulen Schule, Integration am Arbeitsmarkt und Wohnen.

Die beiden Projekte in Baden und Ulrichskirchen im Weinviertel werden in das Regelförderprogramm des Landes Niederösterreich übernommen. In Baden im „Theater am Steg“ konzentriert man sich auf die Integration von 12 Menschen als KöchInnen und KellnerInnen, Ulrichskirchen setzt auf Garten- und Landschaftspflege für 5 bis 10 Menschen.

Das Land Niederösterreich unterstützt das Projekt, das auch vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird, mit 432.000 Euro. Das Folgeprojekt „ProFit“ mit den Schwerpunkten Mediation, Unternehmensberatung und regionale Vernetzung startet 2006.


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