27.04.2005 | 10:14

Startevent für Kunststoff-Cluster im Kloster Und

Gabmann: Innovationspotenzial der Unternehmen wird gestärkt

Seit Anfang des Jahres steht fest, dass die Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich im Bereich Kunststoff künftig gemeinsame Wege gehen werden. Der Kunststoff-Cluster der „Oberösterreichischen Technologie- und Marketinggesellschaft“ (TMG) wird auf Niederösterreich ausgeweitet. Im Kloster Und in Krems fand gestern Abend der Startevent zu diesem neuen Kunststoff-Cluster statt. Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann ernannte in diesem Rahmen auch die beiden niederösterreichischen Beiräte im Kunststoff-Cluster. Es handelt sich dabei um Mag. Erich Guttmann, den Geschäftsführer der „F & E Gabriel Chemie“, und KR Gerhard Brunnthaler, den Geschäftsführer der Firma „Miraplast“.

„Die Bildung eines Clusters, in dem Unternehmen miteinander arbeiten und am Markt gemeinsam auftreten, ist eine Antwort auf die ständigen Veränderungsprozesse, denen unsere Wirtschaft derzeit unterworfen ist. Das Innovationspotenzial der Unternehmen wird gestärkt, dies ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes und der Arbeitsplätze“, meinte Gabmann. Den beiden niederösterreichischen Beiräten dankte der Landeshauptmannstellvertreter für deren Bereitschaft, diese Funktion auszuüben; dies sei „nicht selbstverständlich“.

Einen weiteren Programmpunkt bildete gestern auch die genauere Vorstellung des Kunststoff-Netzwerks bzw. dessen Leistungsangebot für Unternehmen. Ebenso wurde das Thema „Zukunftswerkstoff Kunststoff“ eingehend beleuchtet.

Der neue Kunststoff-Cluster besteht aus rund 320 Partnerbetrieben, die in Summe über 40.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von über 8 Milliarden Euro erwirtschaften. Bei 60 Prozent der beteiligten Unternehmen handelt es sich um Klein- und Mittelbetriebe, bei 23 Prozent um Kleinst- und bei 17 Prozent um Großunternehmen. 42 der Partnerbetriebe stammen aus Niederösterreich.

Der oberösterreichische Kunststoff-Cluster TMG wurde 1999 eingerichtet. Durch die Zusammenarbeit von TGM und ecoplus, die die Bildung von Unternehmenskooperationen seit Mitte der achtziger Jahre unterstützt und vom Land Niederösterreich mit dem Aufbau und Management von Clusterinitiativen beauftragt wurde, wird erstmals ein bestehendes Cluster-Netzwerk von einem anderen Bundesland aktiv mitgenutzt.

Das Land Niederösterreich stellt für das Pilotjahr 2005 rund 185.000 Euro zur Verfügung. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich bzw. die Innung der Kunststoffverarbeiter fördert das Projekt mit 15.000 Euro und unterstützt neu in den Cluster eintretende Unternehmen mit einem Zuschuss zum Partnerbeitrag. Der Fachverband Chemie stellt zudem 15.000, die Raiffeisen-Landesbank Wien-NÖ 10.000 Euro zur Verfügung.

Nähere Informationen: ecoplus, Mag. Ursula Grabner, Telefon 01/513 78 50-24, e-mail u.grabner@ecoplus.at, www.ecoplus.at.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung