08.04.2005 | 15:40

Räume des Kinderschutzzentrums „die möve“ in St. Pölten eröffnet

Bohuslav: Verein hat flächendeckendes Netz in NÖ geschaffen

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav eröffnete heute in St. Pölten neue Räume für das Kinderschutzzentrum „die möve“. Dieses Zentrum war früher in der Bräuhausgasse in der Innenstadt etabliert und übersiedelte vor wenigen Wochen in die Wiener Straße.

Das erste Kinderschutzzentrum des Vereins „die möve“ wurde 1989 in Wien gegründet. Weitere Häuser folgten 1996 in St. Pölten, 1999 in Neunkirchen und 2003 in Mistelbach. Seit dieser Zeit bieten „die möve“-Kinderschutzzentren rasche, kompetente und kostenlose Hilfe für physisch, psychisch oder sexuell misshandelte Kinder. Als erste derartige Einrichtung leistet „die möve“ aktive Opferhilfe in Form von kostenlosen Beratungen und Psychotherapien. Ein hoher Stellenwert wird der Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch eingeräumt; zu diesem Zweck werden immer wieder Vorträge in Schulen und Kindergärten veranstaltet. In hohem Maß wird auch Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Ziel ist, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, umso mehr, da fast 90 Prozent der Fälle von Kindesmissbrauch in der Familie bzw. im engsten Freundes- oder Bekanntenkreis stattfinden. Das Land Niederösterreich fördert diesen Verein ebenso wie die Stadt St. Pölten.

Der Verein „die möve“ sei zu einem Symbol im Kampf gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt an Kindern geworden, sagte Bohuslav. Mit den Einrichtungen des Vereins in allen Landesvierteln würde man in Niederösterreich über ein flächendeckendes Netz an Kinderschutzzentren verfügen. Es sei jetzt gelungen, in St. Pölten drei komfortable, gut ausgestattete Therapieräume auf insgesamt 160 Quadratmetern Fläche einzurichten, um hier professionelle Arbeit zu leisten.

Zuvor hatte Bohuslav die Jugendberatungsstelle „Ampel“ besucht, die im selben Haus untergebracht ist. Diese Einrichtung wird vom Verein „Ampel – Verein zur Förderung Jugendlicher und Benachteiligter“ betrieben und dient dem Zweck, in einem offenen Betrieb mit einer Treffzone das Finden von Berufen und von Arbeit zu erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die niederschwellige Beratung in allgemeinen Jugendfragen, verbunden mit der Absicht, so an Jugendliche heranzukommen, die ihre Probleme zunächst nicht artikulieren wollen.


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