30.03.2005 | 12:32

SP-Festveranstaltung zum Jubiläumsjahr 2005

Onodi: Blick in die Vergangenheit in den Dienst der Zukunft stellen

„Der Blick in die Vergangenheit soll vor allem auch in den Dienst der Zukunft gestellt werden. Gleichzeitig soll das heurige Jubiläumsjahr zum Nachdenken und Besinnen anregen sowie zur Weichenstellung in die richtige Richtung genützt werden“, betonte Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi heute bei einer Festveranstaltung in Gmünd aus Anlass „60 Jahre Zweite Republik“, „50 Jahre Staatsvertrag“ und „10 Jahre Mitgliedschaft in der Europäischen Union“. Onodi verwies dabei auch auf die Geburtsstunde der Republik, den Wiederaufbau und die sozialen Errungenschaften. Damit sei auch der Grundstein für Sicherheit, Wohlstand und Freiheit gelegt worden. „Es ist unser Recht und unsere Pflicht, aus der Vergangenheit zu lernen, Chancen für alle zu eröffnen und für ein gemeinsames starkes Europa zu arbeiten“, so Onodi.

Der ehemalige Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, der bei dieser Festveranstaltung das Hauptreferat hielt, bot eine von Anekdoten, wirtschaftspolitischen Meilensteinen und zeitgeschichtlichen Ereignissen geprägte Zeitreise. Für ihn ist der Staatsvertrag in einem weltpolitischen Zusammenhang zur damaligen Zeit zu sehen, wobei die Weichen für diese für Österreich so wichtige Entscheidung – trotz aller Gegensätze – durch die Zusammenarbeit von Rot und Schwarz sowie von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern gestellt wurden. Die Geschichte hätte immer wieder gezeigt, dass Wirtschaftskrisen, soziale und politische Katastrophen zur Polarisierung und zu Auseinandersetzungen führen. „Wenn die soziale Ordnung nicht stimmt, stimmt auch die sicherheitspolitische und die politische Ordnung nicht“, so Vranitzky. Deshalb dürfe man Geschichte nicht nur an Jahreszahlen und Ereignissen messen, sondern man müsse sie immer in einem größeren Zusammenhang sehen. Zudem sei die Zeit des Wiederaufbaus, die immer wieder auch von Krisen und Rückschlägen geprägt gewesen sei, eine Zeit des sozialen Zusammenhalts gewesen. Das Jubiläumsjahr solle auch zur Nachdenklichkeit genützt werden, die seiner Ansicht nach „zu einer kulturellen Erhöhung führen wird“.

Im Zuge der Festveranstaltung wurde auch ein rund 30-minütiges Video zum Jubiläumsjahr mit historischem Filmmaterial, Zeitzeugen-Interviews und aktuellen Statements zu den Themen Frieden, Freiheit, Demokratie und Neutralität gezeigt.


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