17.01.2005 | 08:48

Dank an Einsatzkräfte für Hilfe in Südasien

LH Pröll: Wissen was es heißt, Hilfe zu brauchen

„Man kann sich kaum vorstellen, welch menschliches Leid die furchtbare Naturkatastrophe in Südasien verursacht hat.“ Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll brachte am Sonntag in der Radiosendung „Forum NÖ“ auch sein Mitgefühl für die Betroffenen und deren Angehörige zum Ausdruck. Besonders schwierig sei die Situation für all jene, deren Angehörige nach wie vor vermisst werden. So lange aber der Funken einer Chance bestehe, die Vermissten zu finden, so Pröll, dürfe man die Hoffnung nicht aufgeben.

Der Landeshauptmann dankte schließlich den Einsatzkräften aus Niederösterreich für die enorme Hilfsbereitschaft. Sie hätten den Menschen in den betroffenen Regionen oft unter schwierigsten Bedingungen geholfen, Landsleute in den Krisengebieten gesucht und betreut und auch ihre Rückkehr in die Heimat organisiert. Pröll: „Solche Einsätze erfordern nicht nur größtes persönliches Engagement, sie gehen auch an die Grenze der Belastbarkeit.“

Josef Schmoll, Leiter der internationalen Einsätze des Roten Kreuzes, war vom 28. Dezember 2004 bis 5. Jänner 2005 in Phuket (Thailand) im Einsatz. Zu den Aufgaben des insgesamt achtköpfigen Rotkreuz-Teams, das fast rund um die Uhr im Einsatz war, gehörte es, nach Vermissten zu suchen und die Situation vor Ort zu erkunden. Dazu sorgten sie, wie Schmoll berichtete, für medizinische und psychosoziale Betreuung; auch Angehörige, die nach Phuket gekommen waren, um Vermisste zu suchen, wurden von ihnen betreut.

Es sei nur zu hoffen, dass die Hilfsbereitschaft weiterhin anhält, um den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen vorantreiben zu können, so der Landeshauptmann. Niederösterreich werde auf jeden Fall alles in seiner Macht Stehende tun, um betroffenen Niederösterreichern zu helfen. Dazu werde man in den Krisenregionen für den Aufbau medizinischer Strukturen niederösterreichisches Know-how anbieten. Pröll. „Wir wissen nach der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002, was es heißt, Hilfe zu brauchen. Und wir wissen auch, dass wir Hilfe schuldig sind.“


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