16.12.2004 | 12:47

Mikl-Leitner und Gabmann ziehen Bilanz

„Totes Grenzland wurde lebendige Region im Herzen Europas“

„Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 15 Jahren, der unseren Kontinent vier Jahrzehnte lang geteilt hat, begann für die niederösterreichischen Grenzregionen eine neue Ära“, betonten die Landesräte Mag. Johanna Mikl-Leitner und Ernest Gabmann heute bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Als Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Monaten nannte Mikl-Leitner die Bereiche Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Es gehe darum, „den derzeitigen Widerspruch zwischen hoher Beschäftigung, vielen offenen Stellen und hohen Arbeitslosenzahlen aufzulösen“. Dies solle u. a. mit der Aktion „Job konkret“ gelingen. Als großen Erfolg bezeichnete die Landesrätin auch die im Herbst des Vorjahrs gestartete Sprachenoffensive des Landes Niederösterreich für Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch. „Diese Aktion hilft, die Grenzen im Kopf abzubauen. Im ersten Jahr haben bereits 6.700 Schülerinnen und Schüler an dieser Initiative teilgenommen“, so Mikl-Leitner.

„Die Entwicklung des Wald- und Weinviertels hat seit 1989 eine positive Neuorientierung erfahren“, erklärte Gabmann. Gerade Niederösterreich verbinde auf Grund seiner geopolitischen Lage mit der europäischen Integration große Hoffnungen. Die neuen EU-Mitgliedsländer seien ein „viel versprechender touristischer Hoffnungsmarkt“. Die erweiterte EU bringe dem österreichischen Tourismus bis zu 300.000 zusätzliche Nächtigungen. Um die Wettbewerbsfähigkeit des niederösterreichischen Tourismus weiter zu stärken, würden in den nächsten zwei Jahren rund 120 Millionen Euro in Zukunftsprojekte investiert. Ein erfolgreiches Leitprojekt und wichtiger Wirtschaftsfaktor im Weinviertel sei beispielsweise die Therme in Laa an der Thaya. Durch sie werden insgesamt 200 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Die nach einer Bauzeit von 16 Monaten im September 2002 in Betrieb genommene Therme kann mittlerweile über 750.000 Besucher verzeichnen. Derzeit wird in unmittelbarer Nähe der Thermenlandschaft auch ein 4-Stern-Hotel mit insgesamt 122 Zimmern, zwei Restaurants und drei Seminarräumen für 180 Personen errichtet.


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