02.12.2004 | 14:21

Kein Lohndumping bei Pflegeberufen

Kranzl für verstärkte Ausbildung

Ein Lohndumping beim Pflegepersonal sei keine Lösung, warnten Landesrätin Christa Kranzl und Zweiter Landtagspräsident Ewald Sacher heute in einem Pressegespräch im Landhaus in St. Pölten.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten, Dr. Martin Bartenstein, habe im September 2004 eine Verordnung erlassen, die die Zulassung von qualifizierten Pflegekräften aus den neuen EU-Mitgliedstaaten regelt. Der Arbeitsmarkt für Beschäftigte im Gesundheits- und Krankenpflegebereich soll also schon vor dem Ablauf einer siebenjährigen Übergangsfrist geöffnet werden“, so Kranzl. Hier wäre der Punkt gewesen zu prüfen, ob Österreich verstärkt Ausbildungsplätze in den Pflegeberufen bereitstellen kann. Kranzl: „Was hindert uns daran, an den Krankenpflegeschulen nicht eine Klasse oder zwei Klassen zu führen, sondern drei oder vier Klassen?“

Sacher beklagte den Rückgang der öffentlichen Förderungen für die Pflege, die mit dem NÖ Hilfswerk, der NÖ Volkshilfe, der Caritas St. Pölten und Wien sowie dem Roten Kreuz alle sozialen und sozialmedizinischen Vereine gleichermaßen betreffe.

„Gerade in der Hauskrankenpflege ist der Pfleger oder die Pflegerin die einzige Kontaktperson zur Außenwelt“, meinte Sacher. Die ausländischen Pflegekräfte würden aber oft zu wenig die deutsche Sprache beherrschen. Für die heimische Jugend bedeute hingegen der Gesundheits- und Sozialbereich mit seinen Zukunftsaussichten „eine Riesenchance“, eine qualifizierte Ausbildung und einen gesicherten Arbeitsplatz zu bekommen. Zudem sollte das Pflegegeld zum Teil in einem Betreuungsscheck, zum Teil bar ausbezahlt werden.


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