16.11.2004 | 14:29

„Thermenklinikum Neu“ soll Gesundheitszentrum werden

Schabl: Planungskosten von 11,5 Millionen Euro

Das Land Niederösterreich investiert in den Ausbau seiner Spitäler in den nächsten Jahren insgesamt mehr als 770 Millionen Euro. Ein wichtiges Projekt dabei ist das neue Thermenklinikum Baden/Mödling, das für die bevölkerungsreichste Region in Niederösterreich eine Spitzenversorgung auf Top-Niveau gewährleisten soll. In der heutigen Sitzung der NÖ Landesregierung wurde nun beschlossen, dem NÖ Landtag eine Regierungsvorlage über die Planungskosten von rund 11,5 Millionen Euro für diese Projekt vorzulegen. Die Gesamtprojektkosten sind mit 160 Millionen Euro veranschlagt. „Das ‚Thermenklinikum Neu’ wird eines der modernsten medizinischen Zentren in unserem Land“, betonte Gesundheits-Landesrat Emil Schabl. „Als Gesundheitszentrum an mehreren Standorten und mit einem klaren Versorgungsauftrag für die Region wird es ein optimales Angebot an medizinischen Leistungen für die Menschen bieten.“

Am Standort Baden wurden die Optionen Totalsanierung, Teilsanierung mit Zubau und kompletter Neubau geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Variante Teilsanierung und Zubau die effizienteste ist. Konkret bedeutet die Lösungsvariante in Baden eine Sanierung und den Zubau eines Bettentraktes. Der Zubau wird sämtliche Bettenstationen sowie die Untersuchungs- und Behandlungsräume für die Psychiatrie und die Entbindung beinhalten, mit einer direkten Anbindung an den bestehenden Funktionstrakt.

Für den Standort Mödling ergab sich nach eingehender Überprüfung als wirtschaftlichste Umsetzungsvariante ein Neubau. Derzeit weisen Baden und Mödling eine Standardversorgung mit rund 685 Betten auf. Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden 760 Betten zur Verfügung stehen, wobei Mödling für die Akutversorgung mit operativer Schwerpunktsetzung zuständig sein und Baden ein Zentrum für konservative Medizin als auch ein Eltern-Kind-Zentrum betreiben wird.

„Hier wird in den nächsten Jahren ein überregionales ‚Gesundheitsnetzwerk’ mit jeweiligen Spezialisierungen an den Standorten in Baden, Mödling, Hinterbrühl und Grimmenstein entstehen. Dadurch wird nicht nur der Bedarf in der bevölkerungsstarken Region abgedeckt, sondern zugleich ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung qualitätsvolle Gesundheitsversorgung Niederösterreichs gesetzt“, meinte Schabl.


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