07.10.2004 | 12:10

SP NÖ-Klausur in Mannersdorf

Onodi: Wirtschaft, Lehrlinge und Arbeitnehmer unterstützen

Anlässlich ihrer Klubklausur lud die SP NÖ heute zu einer Pressekonferenz in Mannersdorf am Leithagebirge. In diesem Rahmen präsentierten Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und Klubobmann Hannes Weninger drei Forderungen, die im Zuge der Klausur erarbeitet wurden. Diese Forderungen, die als Anträge in der kommenden Landtagssitzung eingebracht werden, beziehen sich auf die Themen Wirtschaft sowie Aus- und Weiterbildung unselbstständig Erwerbstätiger am Arbeitsmarkt.

„Die von uns formulierten Anträge gehen in Richtung Unterstützung der Wirtschaft und der Lehrlinge sowie in Richtung Ausbildung des Know-how der niederösterreichischen Arbeitnehmer“, meinte Onodi.

Im Zusammenhang mit der NÖ Wirtschaftspolitik wollen die Sozialdemokraten eine Fortführung der Regionalförderung für die nächsten 20 Jahre beantragen. Die Regionalförderung Neu soll auf einen Betrag von 50 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden und künftig auch im gesamten niederösterreichischen Zentralraum Anwendung finden.

Zum Thema Arbeitsmarkt fordert die SP sowohl eine Bildungs- als auch eine Lehrlingsoffensive. „Es gibt in Niederösterreich zwar Förderungen im Bildungsbereich, aber kein wirklich durchsichtiges Modell für Arbeitnehmer“, erklärte Weninger. So sollen Individualförderungen einem breiter gefassten Förderungswerberkreis zugänglich gemacht, zusätzliche Einrichtungen flexibler, Zielgruppenförderungen geschaffen, die Förderinhalte flexibilisiert und die Förderhöhe über einen Geltungszeitraum festgesetzt werden. Weiters sollte Niederösterreich beim Bund für die Schaffung einer staatlichen Bildungsprämie eintreten.

Zum Thema Lehrlingsoffensive will die SP Gemeinden mit Hilfe einer einmaligen Prämie in der Höhe von 5.000 Euro pro geschaffenem Lehrplatz motivieren, Lehrlinge aufzunehmen. Durch ein Kooperationsmodell soll dies auch Gemeinden möglich sein, die bisher auf Grund fehlender Ressourcen keine Lehrlinge ausbilden konnten. Ebenso sollen verstärkt Lehrstellen bei Landesunternehmen und Institutionen angeboten werden. Auch hier sei eine entsprechende Basisförderung vorstellbar. Die Finanzierung der Förderung solle über einen Landesfonds unter Einbindung des AMS erfolgen. Der jährliche Finanzbedarf betrage rund 3 Millionen Euro. Damit könnten 600 neue Lehrstellen geschaffen werden.


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