17.09.2004 | 09:53

Ozonbelastung war heuer wesentlich geringer als im Vorjahr

Grenzwert der Informationsschwelle „nur“ an 5 Tagen überschritten

Die Ozonkonzentrationen in Niederösterreich unterscheiden sich heuer sehr stark von jenen des Vorjahrs. Summiert man die Stunden aller niederösterreichischen Messstellen mit Überschreitungen der Informationsschwelle (180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft) im Zeitraum zwischen 1. Jänner und 31. August und vom 1. Jänner bis 31. August 2004, so wurde dieser Wert im Jahr 2003 insgesamt 591 Stunden dieser Wert überschritten, 2004 hingegen nur 23 Stunden. Die Messstelle Klosterneuburg, wo immer wieder die höchsten Werte gemessen werden, zeigte in den ersten 8 Monaten des Vorjahrs insgesamt 50 Stunden lang Überschreitungen der Informationsschwelle, heuer waren es lediglich 3 Stunden.

2003 wurde an insgesamt 36 Tagen der Grenzwert der Informationsschwelle überschritten, heuer waren es bis zum 31. August nur 5 Tage. In diesem Jahr wurde auch - im Gegensatz zum Vorjahr - die Alarmschwelle von 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft bei Weitem nicht erreicht. Der höchste Wert des Vorjahrs betrug 263 Mikrogramm Ozon und wurde im Juli in Klosterneuburg beobachtet. Heuer wurde „nur“ ein Wert von 209 Mikrogramm Ozon erreicht. Höhere Werte sind heuer kaum mehr zu erwarten.

Grundsätzlich ist die „Ozonsaison“ noch nicht zu Ende; eine besondere Veränderung der Situation ist jedoch nicht zu erwarten. Zwar können sehr warme und trockene Herbsttage die Belastung wieder ansteigen lassen, die für die Ozonbildung wichtige Sonneneinstrahlung ist jedoch schon deutlich geringer als im Hochsommer. Mehr als ein knappes Übersteigen des Grenzwertes der Informationsschwelle ist auch bei sehr schönem Wetter nicht zu erwarten.


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