14.09.2004 | 15:56

Waidhofen an der Ybbs will Krankenhaus an das Land übergeben

Sobotka: Bisher folgten sechs Gemeinden dem Übernahmeangebot

Die Stadt Waidhofen an der Ybbs und die Stadt Krems wollen das Angebot des Landes Niederösterreich auf Übernahme von Spitälern nutzen. Das Angebot des Landes würde für die Stadt Krems einen finanziellen Vorteil von rund 4 Millionen Euro pro Jahr bedeuten. Auch der weitere Ausbau der beiden Häuser in den nächsten Jahren wird von Seiten des Landes übernommen.

Seit dem Vorjahr haben bereits sechs Gemeinden – Baden, Horn, Hollabrunn, Mistelbach, Waidhofen an der Thaya und St. Pölten – den Vorschlag angenommen. Derzeit sind Gespräche hinsichtlich der Krankenhäuser Waidhofen an der Ybbs und Krems im Gang.

Das Angebot des Landes sei aber zeitlich begrenzt, erläuterte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Spätestens im Herbst müsse man wissen, welche Gemeinden interessiert seien, da Budget- und Strukturierungsfragen zu klären sind. Außer Diskussion stehen die 27 Krankenhausstandorte, zu denen sich das Land bekenne.

„Das Angebot ist ein faires und auch identisch mit dem Angebot, das auch allen anderen Spitalsgemeinden gemacht wurde“, so Sobotka weiter. „St. Pölten und weitere fünf Gemeinden haben dieses Angebot bereits angenommen. Krems und nun auch Waidhofen an der Ybbs wollen auf Basis dieses Angebots mit dem Land Übernahmegespräche führen.“

„Unser wichtigstes Ziel ist, eine Lösung für die Patienten der Krankenhäuser zu erreichen. Durch die Hilfe des Landes ist dies sichergestellt. Auch die über 1.000 Beschäftigten im Krankenhaus Krems können bei einer Übergabe an das Land sicher sein, dass ihre Rechte gesichert sind und auch von Landesseite gewahrt werden. Die Beschäftigten werden 1 : 1 übernommen“, stellt Sobotka zu den Verhandlungen klar.

Auch der weitere Ausbau der beiden Häuser in den nächsten Jahren wird von Seiten des Landes übernommen. Insgesamt werden an die 35 Millionen Euro in die weitere Modernisierung der Häuser investiert.

„In Niederösterreich wird alles getan, um die Bevölkerung auch in Zukunft hervorragend medizinisch zu versorgen. Wichtigste Aufgabe ist es, die Krankenhäuser zu modernisieren und auf dem neuesten medizinischen Stand zu halten. Dies ist auch der Grund, weshalb seitens des Landes Investitionen von mehr als 702 Millionen Euro in den nächsten Jahren in die niederösterreichischen Spitäler getätigt werden“, so Sobotka.


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