27.08.2004 | 10:34

Schuljahr 2004/2005 bringt einige Neuerungen

Schwerpunkt auf Ausbildung, Förderung und Betreuung von Schülern

Ab dem kommenden Schuljahr wird es im niederösterreichischen Schulwesen einige Neuerungen geben. Diese betreffen in erster Linie die Bereiche Ausbildung, Förderung und Betreuung von Schülern sowie Ausbildung von Pädagogen.

Die meisten Neuerungen betreffen die Ausbildung bzw. Förderung von Schülern. Zur Erprobung der sogenannten „Bildungsstandards“ liegt für das Fach Mathematik seit kurzem ein erster Entwurf vor. Demnach soll in Form eines „Pilotprojekts“ während der kommenden zwei Jahre mit Hilfe eines Tests festgestellt werden, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten die Schüler der vierten Klasse Hauptschule und Gymnasium aus den vergangenen vier Jahren mitgenommen haben. „Dies gilt österreichweit, die niederösterreichischen Schulen arbeiten hier mit“, betont dazu Landesschulratspräsident Adolf Stricker. Außerdem soll in niederösterreichischen Schulen ab Herbst der Förderunterricht forciert und individueller gestaltet werden.

Besonderen Schwerpunkt legt man dabei auf die Förderung begabter und hochbegabter Schüler. Für diese werden Sommerakademien, Intensivkurse während des Schuljahrs, Mathematik-, Chemie- und Physikolympiaden sowie Fremdsprachenwettbewerbe angeboten. Außerdem sollen die Maßnahmen des Frühwarnsystems vom Anfang des zweiten Semesters in das erste Semester vorverlegt werden. Neue Lehrpläne in der Oberstufe der Gymnasien sollen zudem durch Straffung und Aufteilung des Lehrstoffs in Kern- und autonomen Gestaltungsraum mehr Spielraum bringen.

Was die Nachmittagsbetreuung von Volks- und Sonderschülern anbelangt, werden ab Herbst 2004 zwölf neue Betreuungsstandorte zur Verfügung stehen, wodurch deren Zahl landesweit auf 32 erhöht wird. Für Schüler aus der AHS-Unterstufe gab es bislang 18 Nachmittagsbetreuungseinrichtungen, hier sollen zehn weitere Standorte geschaffen werden. Auch die Zahl der bislang 13 Standorte für Hauptschüler soll sich erhöhen. Allerdings wird sich hier erst im Laufe des nächsten Monats zeigen, wie viele neue Standorte tatsächlich benötigt bzw. geschaffen werden.

Im Hinblick auf die Ausbildung von Pädagogen wird ab kommendem Herbst mit der sogenannten „Leadership-Academy“ eine neue Schulmanagementausbildung für Direktoren und Führungskräfte angeboten. Durch Absolvierung dieser Ausbildung sollen sich Führungskräfte zusätzliche Qualifikationen aneignen, um den Erfordernissen autonomer Schulen besser entsprechen zu können. Die „Leadership-Academy“ ist dezentral organisiert, die Ausbildungsstandorte sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt.

Nähere informationen: Landesschulrat NÖ, Wolfgang Juterschnig, Telefon 02742/280-5031.


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