28.07.2004 | 09:09

Trasse für Umfahrung von Sollenau und Theresienfeld fixiert

Schneeberger: Ortszentren vom Durchzugsverkehr entlasten

Sollenau und Theresienfeld erhalten eine Entlasungsstraße. Gleichzeitig werden auch die Ostumfahrung Wiener Neustadt und die Spange B 60 gebaut. "Diese Ausbaumaßnahmen sollen dazu beitragen, die Gemeinden entlang der B 17 vom Durchzugsverkehr zu entlasten", betonte VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger gestern gegenüber Medienvertretern. Derzeit rollen täglich rund 15.000 bis 17.000 Fahrzeuge durch Sollenau und Theresienfeld, "was für ein hohes Sicherheitsrisiko und eine enorme Lärm- und Abgasbelastung in den betroffenen Gemeinden sorgt", so der Klubobmann. Dazu sorge der derzeitige Verlauf der B 17 für eine Zweiteilung der Gemeinden.

In einem ersten Schritt wurden nun die Planungsarbeiten für den Straßenverlauf unter Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Voraussetzungen abgeschlossen. So wird beispielsweise eine hier lebende und besonders seltene Vogelart umgesiedelt. Um auch die angrenzende Maria Theresia-Siedlung vor Lärm zu schützen, wird in diesem Abschnitt die Trasse tief geführt. Baubeginn für den ersten Abschnitt wird Ende 2005 sein, um 5 bis 7 Jahre früher als geplant, was Schneeberger mit der Verländerung der Bundesstraßen und der damit verbundenen Flexibilität bei derartigen Straßenbauprojekten begründet.

Die Kosten für die 6,5 Kilometer lange Umfahrung von Sollenau und Theresienfeld bezifferte Schneeberger mit 45 Millionen Euro, die Ostumfahrung Wiener Neustadt und die Spange B 60 schlagen sich mit weiteren 21 Millionen Euro zu Buche. "Es handelt sich somit um eines der größten Straßenbauprojekte in Niederösterreich", so Schneeberger, "das nach Fertigstellung zu einer Verkehrsreduktion von bis zu 50 Prozent in den Orten führen wird."

In Günselsdorf und Oeynhausen wird auf Wunsch der Gemeinden jedoch keine Ortsumfahrung gebaut. "Dieses Anliegen haben wir zur Kenntnis zu nehmen und werden dem auch Rechnung tragen", so der Klubobmann.

Nähere Informationen: NÖ Straßendienst, Ing. Wolfgang Böck, Telefon 0676/812 60 732


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