22.07.2004 | 12:48

LR Plank besichtigte wieder errichtete Brutwände für Uferschwalben

„Motiv für künftige Aufgaben und Projekte“

Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank sowie Vertreter von WWF und Worldlife präsentierten heute interessierten Journalisten am Ufer der Thaya bei Laa die dort wieder errichteten Brutwände für die seltenen Uferschwalben. Die Wiedererrichtung war notwendig, da die vorhandene Steilwand am Flussufer, die den Vögeln als Nistplatz und Lebensraum dienten, im vergangenen Jahr durch Regulierungsmaßnahmen nach dem Hochwasser 2002 zerstört wurde.

Die NÖ Wasserbauabteilung hatte die Brutwände im vergangenen Herbst auf Initiative von WWF und Worldlife wieder errichtet. In diesem Frühjahr haben die ersten Uferschwalben die neuen Brutwände bereits als Lebensraum angenommen, derzeit finden sich zwischen 35 und 40 Brutröhren. Seitens der Vertreter des WWF gab es heute vor Ort Worte des Dankes an Landesrat Plank, der sich für die Neuerrichtung der Brutwände eingesetzt hatte. Außerdem erfolgte die Bitte an den Landesrat, derartige Projekte auch in Zukunft zu forcieren.

„Wir versuchen, den Dialog mit Spezialisten zu halten, die das entsprechende Know-how in Flora und Fauna haben. Nach dem Hochwasser hatte das Thema Sicherheit für die angrenzenden Orte natürlich Priorität, aber es gibt durchaus auch die Möglichkeit für derartige Maßnahmen. Wir haben im Wasserbau schließlich auch hier eine große Verantwortung“, sagte Plank. Das gegenständliche Projekt sei sicher auch ein Motiv für zukünftige Aufgaben und Maßnahmen.

Mit 12 Zentimetern ist die Uferschwalbe die kleinste heimische Schwalbenart. Sie ist von April bis September in Österreich, den Rest des Jahres verbringt sie in Afrika. Sie brütet ein- bis zwei Mal pro Jahr in ein Meter langen Röhren, die die männlichen Tiere in senkrechte Uferwände graben. Diese Wände entstehen auf natürliche Art durch Hochwässer an Flüssen. Fehlen die Hochwässer oder werden die Ufer verbaut und abgeschrägt, verlieren die Vögel ihren Lebensraum. Infolge der Flussregulierungen sind solche natürlichen Uferbereiche fast zur Gänze aus der Landschaft verschwunden.

In Österreich ist die Uferschwalbe vor allem nördlich der Alpen entlang der Donau an ihren großen Nebenflüssen und in Beckenlagen anzutreffen. Natürliche Standorte für Uferschwalbenkolonien gibt es in Österreich bzw. in Niederösterreich derzeit nur an der Pielach und an der Thaya bei Bernhardsthal und Laa.

Nähere Informationen: Büro Landesrat Plank, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, bzw. WWF Österreich, 1160 Wien, Ottakringerstraße 114-116, Telefon 01/488 17-250, e-mail pr@wwf.at und www.wwf.at.


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