30.06.2004 | 11:29

Land NÖ übernimmt mit 1. Jänner 2005 das KH St. Pölten

Pröll: Entscheidung zum Wohl der Patienten, der Mitarbeiter und der Bevölkerung

„Die Übernahme des Krankenhauses St. Pölten durch das Land mit 1. Jänner 2005 ist nach der Hauptstadtwerdung die wichtigste Entscheidung in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt St. Pölten und dem Land Niederösterreich.“ Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wurden mit der heutigen Vertragsunterzeichnung - nach zweijährigen intensiven Verhandlungen - nun die entscheidenden Schritte gesetzt, die Grundversorgung und die Spitzenmedizin in diesem Krankenhaus auch in Zukunft zu sichern und gleichzeitig die Stadt finanziell zu entlasten. Das Land übernimmt damit auch alle 2.700 Mitarbeiter des Krankenhauses „mit allen Rechten und Pflichten“. Pröll: „Mit dieser Entscheidung haben wir gezeigt, dass sachliche Kooperationen über alle Parteigrenzen hinweg möglich sind, wenn es darauf ankommt. Gleichzeitig wurde damit unter Beweis gestellt, dass beim Thema Gesundheit Patienten, Mitarbeiter und Bevölkerung Vorrang haben.“

Im Zuge der Übernahme des Krankenhauses wird das Land auch die Führung des Stadttheaters übernehmen, das künftig als Landestheater geführt wird, jedoch im Besitz der Stadtgemeinde bleibt. Die Miete von 150.000 Euro jährlich - eine Art Investitionsrücklage - soll für künftige Investitionen zur Verfügung stehen. „Die Entscheidung über die künftige Führung des Landestheaters war der ‚Schlussstein’ für dieses Ergebnis“, so der Landeshauptmann, der von dieser Entscheidung auch kulturelle Synergieeffekte in St. Pölten erwartet.

Für Willi Gruber, der gestern Abend auch seinen Rücktritt als Stadtoberhaupt erklärt hat, war diese „historische Entscheidung notwendig und richtig“. „Damit wurde eine Lösung gefunden, bei der die Patienten die Gewinner sein werden“, ist Gruber überzeugt. Die Wahl des neuen Bürgermeisters von St. Pölten wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 9. Juli erfolgen. Als designierter Nachfolger steht bereits der bisherige Kulturstadtrat Mag. Matthias Stadler fest.

Abschließend dankte der Landeshauptmann Willi Gruber, der 19 Jahre Bürgermeister von St. Pölten war, für die enge, korrekte und harmonische Zusammenarbeit, „die nicht immer spannungsfrei, aber von hohem Respekt getragen war“. Das Vertrauensverhältnis in dieser Sache sei letztlich die Grundlage für dieses Ergebnis gewesen, das zu einer „Win-win-Situation“ für die Stadt wie auch dem Land geführt hat. Zudem sieht Pröll noch weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen der Stadt und dem Land. So sollen etwa gestalterische Maßnahmen künftig zu einem Abbau der Distanz und zu einem Zusammenwachsen zwischen der Stadt und dem Regierungsviertel beitragen.


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