16.06.2004 | 09:30

Niederösterreich will keine Gentechnik

Plank: Gentechnikfreie Regionen für Saatgut

Das Land Niederösterreich setzte bereits 2002 eine Initiative, um das Waldviertel auf freiwilliger Basis als gentechnikfreie Zone zu positionieren. „Unser besonderes Anliegen für Niederösterreich ist es, die Regionen mit ihren speziellen Stärken zu forcieren. Die Bauern sollen ihre Chancen nutzen, qualitativ hochwertige, gentechnisch unveränderte Produkte auf den Markt zu bringen. Zudem erwarten wir uns keinen Vorteil aus der Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen”, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gestern Abend bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Gentechnik in Tulln. Niederösterreich sei daher für eine gentechnikfreie Produktion, insbesondere was das Saatgut anbelangt.

Die EU stellte bereits klar, dass landesweit Gentechnik-Freiheit rechtlich nicht umsetzbar ist. Daher ist Niederösterreich bestrebt, vor allem am Sektor Saatgut gentechnikfreie Regionen zu definieren. Darüber hinaus wird auf Expertenebene an einem niederösterreichischen Gentechnik-Vorsorgegesetz gearbeitet, das die Interessen von Produzenten und Konsumenten berücksichtigen soll. Grundlage für diese Überlegungen ist ein bundesweit erarbeitetes Strategiepapier. Rechtzeitig vor der nächsten Anbauplanung wird somit die Vorgangsweise Niederösterreichs bekannt sein.

Die derzeitigen österreichischen Regelungen haben bisher den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht zugelassen, so dass sichergestellt ist, dass auch die niederösterreichischen Felder mit gentechnisch unverändertem Saatgut bestellt wurden.


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