01.06.2004 | 16:07

In Niederösterreich bisher geringe Ozonbelastung

Im Vorjahr gab es bereits Überschreitungen der Informationsschwelle

Im Gegensatz zum Vergleichszeitraum des Vorjahrs ist die Ozonentwicklung bisher überaus moderat verlaufen. Im Vorjahr wurden vom 1. April bis 31. Mai bereits an 16 Ozon-Messstellen des Landes Niederösterreich Überschreitungen des Grenzwerts der Informationsschwelle festgestellt. Dieser Grenzwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde heuer noch an keiner einzigen Messstation erreicht oder gar überschritten.

Schuld an dieser - an sich erfreulichen - Entwicklung sind die kühlen Temperaturen im April und im Mai. So liegt das Mittel der Lufttemperatur der Messstelle in St. Pölten im Mai dieses Jahres fast um rund 3 Grad Celsius tiefer als jene im Vorjahr. Ähnlich verhält es sich auch bei den Spitzenwerten der Lufttemperatur. Umgekehrt ist das heurige Jahr bisher wesentlich „nasser“ als das Vorjahr. Durch diese meteorologischen Verhältnisse wird die Produktion von Ozon stark gedämpft und die Werte niedrig gehalten.

Auch die nächsten Tage versprechen einen eher kühlen und vor allem feuchten Junibeginn, so dass auch in dieser Woche nicht mit besonderen Ereignissen zu rechnen ist, obwohl dieser Monat an sich schon „ozongefährdet“ ist. Es muss allerdings davon ausgegangen werden, dass mit den nächsten Schönwetterperioden die strenge Ozon-Informationsschwelle erreicht und überschritten wird. Jedenfalls ist auch heuer der niederösterreichische Ozonüberwachungsdienst mit seinen über 30 Messstellen voll in Bereitschaft, um die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren.

Die Bevölkerung kann den aktuellen Stand der Ozoninformation jederzeit mit Hilfe des NÖ Luftgüteinformationsdienstes, des NÖ Luftgütetelefons oder der Internetseiten des Landes Niederösterreich abfragen. Den NÖ Luftgüteinformationsdienst erreicht man durch Anwahl jeder beliebigen Bezirkshauptmannschaft in Niederösterreich, also der entsprechenden Vorwahl und der Hauptnummer 9025, oder der Landesregierung in St. Pölten mit 02742/9005. Nach Durchwahl zur Nebenstelle 11000 erhält man aktuelle Messdaten von Ozon (wahlweise auch von Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid). Bei Anwahl der Nebenstelle 11100 werden nach Eingabe einer niederösterreichischen Postleitzahl Luftschadstoff- und Wetterdaten nahe gelegener Luftgütemessstellen verlautbart. Die Nebenstelle 11300 informiert über Wind und Lufttemperaturen. Nicht nur die Ozonwerte, sondern auch andere Schadstoffwerte und Wetterdaten mit hohem Aktualisierungsgrad liefern zudem die Internetseiten des Landes Niederösterreich (www.noe.gv.at).


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