27.05.2004 | 14:42

Pensionisten- und Pflegeheim in Himberg setzt Schwerpunkt auf Pflege

Prokop: Hohe Standards für mehr Lebensqualität

Seit Herbst des Vorjahrs wird eifrig am Umbau des Pflegeheims in Himberg gearbeitet. Künftig soll der Schwerpunkt auf die Pflege gelegt werden. Dafür werden die Einheiten mit Wohnbetten auf Pflegebetten umgebaut.

Kürzlich hat bereits die Übersiedlung der Bewohner in die umgebaute neue Pflegestation stattgefunden. „Grund ist die rückläufige Nachfrage nach Wohnplätzen, die sich aus dem Ausbau der Hauskrankenpflege ergeben hat“, berichtet Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Auf Grund einer detaillierten Analyse und einer wissenschaftlich begleiteten Bedarfsplanung für jeden Bezirk in Niederösterreich wisse man exakt über den derzeitigen und künftigen Pflegebedarf Bescheid und könne damit rechtzeitig die Weichen dafür in Niederösterreich stellen, so Prokop. Hohe Pflegestandards für mehr Lebensqualität sei das Ziel. Auf dieser Basis ist daher auch der bedarfsgerechte Ausbau und die schrittweise Umstrukturierung der Heime wie in Himberg möglich.

Bereits 1996 wurde ein Teil der Wohn- auf Pflegebetten in Himberg umstrukturiert. Der Altbau des Heims, der aus der Jahrhundertwende stammt, wurde bereits 1987 renoviert, der Neubau stammt aus dem Jahr 1985.

In Niederösterreich wird derzeit ein Ausbauprogramm für die Landesheime mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro umgesetzt. So werden unter anderem auch Heime in Wallsee, Stockerau, Waidhofen an der Thaya und Raabs an der Thaya neu gebaut.

Neben der Verbesserung der baulichen Einrichtungen und der Schaffung einer optimalen Lebensqualität für die Heimbewohner gehe es in Niederösterreich um die Qualitätssicherung, erklärt Prokop. Niederösterreich verfüge dafür über eine wirksame Pflegeaufsicht, die nicht nur routinemäßig, sondern vor allem anlassbezogen die Einhaltung der Qualität überprüft. Prokop: „Wir wollen in den niederösterreichischen Heimen ein Altern in Würde ermöglichen, die Menschen sollen hier ein Zuhause finden.“

Aus den 30 Wohnbetten im 1. Obergeschoss des Neubaus wurden 24 Pflegebetten mit 8 Einbett- und 8 Zweibettzimmern. Behindertengerechte Sanitäreinheiten entstanden ebenso wie neue Diensträume, die sich aus der aufwendigeren Pflege ergeben. Der Aufzug für den raschen und problemlosen Transport von Pflegebetten musste umgebaut werden, ebenso das Stiegenhaus, die Brandmeldesysteme und Installationseinrichtungen. Nach endgültiger Fertigstellung im Herbst dieses Jahres stehen im Pflegeheim Himberg insgesamt 105 Pflegebetten und 26 Betten in der Betreuungsstation zur Verfügung. Die Gesamtkosten für den Umbau liegen bei rund 2 Millionen Euro.


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