29.06.2007 | 18:17

Erster Besuchstag von Landesrat Plank in Sachsen

„Meinungsaustausch mit Regionen in ähnlicher Situation wichtig“

Angesichts der Bestrebungen, die Reformen für den ländlichen Raum so umzusetzen, dass das Beste daraus gemacht werde, sei es für Niederösterreich von großem Interesse, die Umsetzungsmaßnahmen in Deutschland intensiv zu beobachten, sagte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gestern in Dresden anlässlich seines Sachsen-Besuchs auf Einladung des sächsischen Landwirtschaftsministers Steffen Flath.

Wenige Tage vor der EU-Erweiterung ließen sich viele Entwicklungen noch nicht abschätzen. Umso wichtiger sei der Meinungsaustausch mit Regionen in einer ähnlichen Situation (Sachsens Grenze zu den Beitrittsländern ist rund 600 Kilometer lang) sowie die Intensivierung der Kontakte in Mitteleuropa insgesamt, so Plank.

Im Mittelpunkt des ersten Tages stand neben dem Besuch des 1733 erbauten und seit heuer als selbstständiger Wirtschaftsbetrieb geführten Sächsischen Landesgestüts Moritzburg vor allem eine Besichtigung der mittlerweile einzigen sächsischen Tierkörperbeseitigungsanstalt in Lenz. Von der von einem Zweckverband aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten betriebenen und auf eine Verarbeitungsmenge von 50.000 Tonnen pro Jahr angelegten Anlage erwartet sich Plank Aufschlüsse für den in Niederösterreich noch bis Jahresmitte laufenden Diskussionsprozess nach Einschätzen eines massiven Kostenwettbewerbs.

Der Wegfall öffentlicher Mittel mit 1. Jänner 2004 hat bekanntlich zu einer Kostenexplosion von bis zu 400 Prozent und dementsprechend zu Überlegungen geführt, die Kosten zu senken und die Verwertung der anfallenden Produkte zu optimieren. In Sachsen wie in Niederösterreich werde über die langfristigen Kosten der Entsorgung der „gefallenen Tiere“ diskutiert. Außer Streit stehe, dass das Abholen und Beseitigen der Tiere eine prioritäre Angelegenheit der Gesundheits- und Seuchenvorsorge sei und daher einer möglichst breiten Finanzierung bedürfe, so Plank.


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